Kreativität fördern: Drei Faktoren, die Teams beflügeln

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 11. August 2016 um 10:29

Ohne Kreativität – keine Innovation. Im Unternehmensalltag geht es nicht ohne neue Ideen. Sie sind Grundstein für neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle. Damit Kreativität erst möglich wird, muss das ideale Umfeld dafür geschaffen werden. Aktuelle Forschungen haben sich sich mit jenen Faktoren beschäftigt, die im Team Kreativität fördern.

Kreativität im Job, dabei geht es selten um spektakuläre Geistesblitze sondern um einen Bestandteil der täglichen Arbeit. Teams tüfteln, Mitarbeiter spinnen Ideen. Die Herausforderung für Führungskräfte: Ein Team so führen, dass kreative Arbeit möglich ist und am Ende des Tages verwertbare Ideen produziert werden. Der Frage, wie Kreativarbeit und Unternehmensziele unter einen Hut gebracht werden können, hat sich ein Team rund um Gerhard Speckbacher vom Institut für Unternehmensführung an der Wirtschaftsuniversität Wien gewidmet.

Welcher Führungsstil wirkt sich positiv oder negativ auf Teamkreativität aus? Nützen oder schaden Zielvorgaben und Regeln den Mitarbeitern bei ihren Kreativprozessen? Um diese Fragen zu beantworten, wurden mehr als 1.000 Personen in einem Zeitraum von fünf Jahren zu Kreativarbeit in der Praxis befragt. Führungskräfte gaben dabei Auskunft über eingesetzte Führungsinstrumente, Mitarbeiter über ihre Wahrnehmung zu Chefs und deren Führungsstil. Erhoben wurden auch unterschiedliche Merkmale der Teamzusammensetzung. In einer weiteren Studie bewerteten Führungskräfte die kreative Arbeit ihres Teams.

Das können Führungskräfte für ihr Team tun

Laut Studie schaffen drei Faktoren das richtige Umfeld, um Teams kreative und gleichzeitig zielführende Arbeit zu ermöglichen.

  • Das Ziel vor Augen
    Auch die freigeistigen Arbeitsprozesse benötigen ein Ziel und klare Regeln. Kreatives Arbeiten abseits aller Vorgaben kann erfrisched sein, wird auf Dauer allerdings an den Unternehmenszielen vorbeiführen.
  • Inspirieren statt kontrollieren
    Wie die Führungskraft Ziele formuliert, hat direkten Einfluss darauf, wie erfolgreich und inspiriert sich ein Team dann an die Arbeit macht. Stichwort Inspiration: Der Führungsstil des Chefs oder Teamleiters sollte laut Studie inspirieren und intellektuell stimulieren. Ziele und Bewertungen des Kreativprozesses sollten einen „Entwicklungscharakter“ haben, keinen „Kontrollcharakter“.
  • Feedback, Feedback, Feedback
    Laufende Rückmeldung an das Team ermöglichen konstruktives Arbeiten an den kreativen Ideen. Was Chefs keinesfalls tun sollten: Nur die Kontrolle der Zielerreichung im Auge haben. Das kann sich negativ auswirken – und zwar sowohl auf die Ziele, als auch auf die innere Motivation des gesamten Teams.

Arbeitnehmern totalen Freiraum für ihre kreative Arbeit zu geben – das kann funktionieren, muss es aber nicht. „Damit sich nützliche, kreative Ideen im Unternehmen frei entfalten, muss man auch keineswegs Regeln und Zielvorgaben abschaffen. Im Gegenteil: Klar kommunizierte und begründete Regeln und Zielvorgaben sind von hoher Bedeutung, bekommen aber eine neue Rolle. Sie dienen der Führungskraft dazu, für das Team den Raum und die Richtung für die freie Entfaltung von Kreativität zu definieren und eine gezielte Entwicklung der Teamfähigkeiten zu unterstützen“, sagt Speckbacher.

Bildnachweis: 279photo Studio / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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