Drei Firmen schließen sich für Kinderbetreuung zusammen

von in Arbeitsleben, HR am Freitag, 21. Juni 2013 um 09:33

Ein Pilotprojekt zur überbetrieblichen Kinderbetreuung wurde nun in Linz vorgestellt. Drei namhafte und geografisch benachbarte Unternehmen – Silhouette Schmied, Rosenbauer und PEZ/Haas Gruppe – haben sich zusammengeschlossen und bieten nun gemeinsam flexible Lösungen zur Kinderbetreuung an. Das Projekt ist einzigartig in Österreich.

Jobwechsel: Drei von vier würden es für mehr Familienfreundlichkeit tun

kuendigen_i_quit_dunklerDas Warum ist schnell erklärt: Kinderbetreuung im Unternehmen ist längst keine soziale Wohltat mehr, sondern eine Notwendigkeit für eine erfolgreiche Unternehmenszukunft. Die Schlagworte Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität sind nur zwei Faktoren, die aus Unternehmenssicht spannend sind. Frauenlandesrätin Doris Hummer zitierte eine Studie, nach der drei von vier Beschäftigten zwischen 25 und 39 Jahren mit Kindern für mehr Familienfreundlichkeit sogar das Unternehmen wechseln würden.

Von Sommerbetreuung bis hin zu Tageseltern

Ziel der Kooperation ist es, flexible Betreuung anbieten zu können. Ob Betriebstageseltern oder Sommerbetreuung – Möglichkeiten gibt es viele. Weshalb die Eltern profitieren ist klar, für Unternehmen ergeben sich neben der Tatsache, ein attraktiver Arbeitgeber für viele zu sein, auch andere Vorteile. Das Ausfallsrisiko ist durch professionelle Kinderbetreuung geringer, die Bindung der Mitarbeiter größer und auch die Karenzzeiten werden durch ein gutes und vor allem flexibles Betreuungsangebot verkürzt. Weiters sollen so Teilzeitmodelle reduziert werden. „Die Umsetzung wäre alleine nicht möglich, aber gemeinsam mit Unternehmen aus der Nachbarschaft eröffnen sich für die Mitarbeiter/innen maßgeschneiderte Möglichkeiten“, freut sich PEZ-Geschäftsführer Hans Bangelmeier.

Zahlreiche Auflagen und Unsicherheiten

vater_karenzDie Vorteile der Kooperation bringt etwa Tarek El-Dabbagh, Personalleiter bei Silhouette, auf den Punkt. „Der Betrieb einer Kinderbetreuungsstätte geht mit zahlreichen Auflagen und Unsicherheiten einher und hat uns auf die Idee der Zusammenarbeit mit regionalen Partner gebracht.“ Auch beim Feuerwehr-Hersteller Rosenbauer ist man von dem Projekt überzeugt. HR-Mitarbeiter Dominik Ehmer: „Besonders während der Sommerferien ist das Interesse an Kinderbetreuung groß.“ Übrigens: Die Hälfte der werdenden Väter geht bei Rosenbauer in Karenz.

Das Pilotprojekt wird unter der Leitung von KOMPASS, Kompetenzzentrum für Karenz und Karriere, abgewickelt. KOMPASS wird seit 2011 im Netzwerk Humanressourcen umgesetzt.

Bildnachweis: vlavetal / Quelle Shutterstock, mtkang / Quelle Shutterstock, Dubova / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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