Kinderbetreuung im Sommer: Ohne Oma geht es kaum

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 2. Juli 2015 um 10:35

Mit den Sommerferien vor der Türe stellt sich für berufstätige Eltern die Frage: Wer betreut die Kinder? Einer Umfrage der Arbeiterkammer zufolge ist der überwiegende Teil berufstätiger Eltern auf private Hilfe bei der Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Manche Familien verzichten deshalb überhaupt auf einen gemeinsamen Urlaub – beide Elternteile wechseln sich mit Arbeit und Urlaub ab.

Ohne Großeltern, Verwandte oder Bekannte lässt sich Ferienzeit mit Berufstätigkeit nicht unter einen Hut bringen: Laut AK-Umfrage wären neun von zehn berufstätigen Müttern ohne private Hilfe in der Ferienzeit aufgeschmissen. 88 Prozent der vollzeitbeschäftigten und 94 Prozent der teilzeitbeschäftigten Mütter benötigen private Hilfe im Sommer. Oma, Opa und Freunde springen am häufigsten ein, wenn es um Kinderbetreuung in den Ferien geht. Dass es ohne Großeltern nicht geht, ging bereits im vergangenen Jahr aus einer Umfrage unter karriere.at-Usern hervor: Für ein Viertel der Befragten ist Ferienzeit mit großem Planungsaufwand verbunden, ein weiteres Viertel greift im Sommer auf Unterstützung durch die Großeltern zurück.

Kinderbetreuung im Sommer

Die Umfrage durch die L&R Sozialforschung hat erfragt, auf welche Betreuungsformen die Berufstätigen im Sommer zurückgreifen (Mehrfachnennungen möglich). Die Sommertage werden am häufigsten bei den Großeltern oder Freunden der Familie verbracht.

BetreuungsformVollzeitbeschäftigteTeilzeitbeschäftigte
Großeltern, Verwandte, Bekannte50 Prozent58 Prozent
Personen im gleichen Haushalt (z.B. Partner)48 Prozent49 Prozent
Befragte betreuen selbst33 Prozent40 Prozent
Hort6 Prozent3 Prozent
Ferienangebot der Schule6 Prozent4 Prozent
Organisierte Privatbetreuung2 Prozent3 Prozent

Gemeinsamer Urlaub? Fehlanzeige

Die Frage der Kinderbetreuung schlägt sich auch auf die familiäre Urlaubsplanung nieder. Ein gemeinsamer Urlaub ist für 16 Prozent der Vollzeitbeschäftigten und 20 Prozent der Teilzeitbeschäftigten nicht möglich, damit immer jemand bei den Kindern ist. Sind die Kinder schulpflichtig, verzichten 40 Prozent der berufstätigen Eltern auf einen Familienurlaub sondern urlauben getrennt voneinander.

Kinderbetreuung im Sommer ist teuer

Ferienbetreuung muss man sich etwas kosten lassen: Die Kosten für Betreuung währen der Ferienzeiten sind höher als während regulärer Schulzeiten. 174 Euro zahlen Familien durchschnittlich für organisierte Ferienangebote, 200 Euro für Angebote von Schulen. Sportwochen oder Sprachreisen treiben die Kosten der schulischen Angebote in die Höhe.

Bildnachweis: Sunny Studio / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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