Infografik: Die Karriereplanung der Frauen

von in Arbeitsleben, HR am Montag, 5. August 2013 um 10:14

Was denken eigentlich HR-Manager über das Thema Frauen und Karriereplanung? OfficeTeam wollte es wissen und hat 200 Experten aus dem Personalbereich dazu befragt. Die wichtigsten Ergebnisse gibt es in einer Infografik, ein Detail vielleicht gleich vorweg: 55 Prozent der HR-Manager sind der Meinung, dass Frauen die Karriereleiter langsamer als Männer erklimmen würden.

Der klassische Karrieredämpfer

Doch wer oder was ist schuld daran? Für die Mehrheit der Befragten ist die Antwort einfach: Die Familie ist es, die die Frauen bremst. 65 Prozent der HR-Manager sehen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf den weiblichen Karrieredämpfer. 66 Prozent sind der Meinung, dass die gesellschaftlichen Erwartungen Frauen dazu bringen, Abstriche zu Gunsten der Familie zu machen.

Das Ende der alten Klischees

Frauen_KarriereplanungDiese Einschätzungen werden wohl für wenig Überraschung sorgen. Spannender hingegen ist, dass so manches alte Klischee über Frauen und ihre Karrieren ausgedient haben dürfte: Denn die Geschwindigkeit auf der Karriereleiter hängt für die befragten HR-Manager weniger mit einer geringeren emotionalen Belastbarkeit (39 Prozent Zustimmung), schlechteren Beförderungsaussichten (37 Prozent), mangelndem Selbstvertrauen (30 Prozent) oder gar fehlenden Ambitionen (15 Prozent) zusammen.

Knackpunkt Wiedereinstieg

Knackpunkt ist sehr häufig der Wiedereinstieg nach der Geburt eines Kindes in das Arbeitsleben. Darauf, so zeigt die Umfrage, wird jedoch immer häufiger reagiert. 58 Prozent der befragten Personalverantwortlichen berichten von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die die Rückkehr ins Unternehmen erleichtern sollen. 56 Prozent setzen auf die Schaffung von Teilzeitstellen – immerhin kommen rund zwei Drittel der Frauen nicht Vollzeit zurück.

Homeoffice vor Betreuungsangebot

Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, bieten übrigens 36 Prozent der Befragten ihren Mitarbeitern an. In 17 Prozent der Unternehmen sollen zudem firmeninterne Betreuungsangebote angeboten werden. Ein Beispiel könnten sie sich hierbei an jenem Pilotprojekt aus Oberösterreich nehmen, welches kürzlich hier im Blog vorgestellt wurde.

Bildnachweis: ollyy / Quelle Shutterstock, OfficeTeam

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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