Zehn Tipps für den erfolgreichen Besuch einer Karrieremesse

von in Arbeitsleben, Jobsuche am Mittwoch, 30. September 2015 um 10:32

Mit dem Wintersemester startet auch die Saison der Job- und Karrieremessen. Binnen kurzer Zeit kann man dort potenzielle Arbeitgeber kennenlernen, Kontakte knüpfen und die Lage am Jobmarkt sondieren. Aus einem solchen Tag holt man dann am meisten heraus, wenn man sich gut vorbereitet. 10 Tipps für den Besuch von Jobmessen und was davor und danach noch zu tun ist.

Strategien für die Jobmesse

Eine Jobmesse verleitet vielleicht dazu, einfach durchzuschlendern und Goodies zu sammeln. Wer ohne Plan und Ziel bei einer Karrieremesse auftaucht, vergibt aber einiges an Chancen. Unsere Tipps für einen gelungenen Messetag und was man auch davor und danach beachten sollte:

  1. Die Basics
    Den Termin im Kalender vermerken und das Ausstellerverzeichnis checken. Im ersten Schritt legt man fest, welche Arbeitgeber man unbedingt kennen lernen möchte, wer es nur auf die „Nice to see“-Liste schafft und ob es notwendig ist, Termine zu vereinbaren.
  2. Realistischen Zeitplan aufstellen
    Besonders auf großen Messen kaum zu schaffen und ziemlich sinnlos: Alle vertretenen Unternehmen abklappern. Schade um die Zeit. Anhand des Ausstellerverzeichnisses kann man bereits im Voraus festlegen, welche Firmen man gerne besuchen und wieviel Zeit man für ein Gespräch dort einplanen möchte. Die interessantesten Arbeitgeber dann im Zeitplan bevorzugen. Das hat den Vorteil, dass die Personalvertreter (und man selbst) noch frisch sind und man kein wichtiges Unternehmen auslässt, weil am Ende des Tages vielleicht die Zeit nicht mehr gereicht hat.
  3. Vorab die Online-Reputation checken
    Dass HR-Verantwortliche Bewerber googeln, ist kein Geheimnis. Deshalb bereits vor der Jobmesse alle Social Media-Profile auf Privatsphäreeinstellungen, verhängnissvolle Inhalte und Aktualität checken.
  4. Wichtige Termine vereinbaren
    Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass der gewünschte HR-Manager oder die Führungskraft auch sicher am Messestand ist, vereinbart bereits im Vorfeld Termine für diesen Tag. Mehr als drei bis vier solcher Gespräche sollte man sich an einem Tag aber nicht vornehmen – zu diesen Terminen kommen ohnehin auch noch spontane Gespräche oder andere Programmpunkte.
  5. Fragen, fragen, fragen!
    Bei vielen Ausstellern verliert man schon mal den Überblick. Ein kleiner Fragenkatalog hilft, den Überblick nicht zu verlieren und keine wichtige Frage zu vergessen. Ein paar Anregungen für Fragen, mit denen man HR-Verantwortliche löchern kann, gibt es hier.
  6. Bewerbungsunterlagen mitnehmen
    Stapelweise Bewerbungsmappen schleppt niemand mit, seinen Lebenslauf sollte man ein paar Mal ausdrucken und in einer Mappe mitnehmen. Für den Fall, dass der CV reißenden Absatz findet: Alle Unterlagen auf einen USB-Stick speichern und Interessierten zum Download anbieten. HR-Verantwortliche mit ganz großem Interesse kann man so auch mit Scans von Zeugnissen oder Arbeitsproben versorgen. Wer am Ende eines erfolgreichen Tages ganz ohne Lebensläufe dasteht und dann noch einen interessanten Kontakt knüpft, sichert sich die Visitenkarte des Recruiters und schickt seine Unterlagen zeitnah per E-Mail nach.
  7. Nicht auf das Rahmenprogramm vergessen
    Auf fast jeder Jobmesse gibt es Vorträge, Bewerbungsunterlagen-Checks oder Job Speed Dating mit Unternehmen. Für manche Programmpunkte muss man sich bereits vor dem Messetag anmelden, deshalb rechtzeitig daran denken. Vor allem bei Workshops sind die Plätze begrenzt oder man muss für das Speed Dating mit Arbeitgebern bereits im Vorfeld seinen Lebenslauf senden.
  8. Outfit: Bequem, aber businesstauglich
    Eine Jobmesse ist professionell, aber weniger förmlich als ein Bewerbungsgespräch. Weil auch hier der erste Eindruck zählt, setzt man auf gepflegte, aber bequeme Kleidung. Wie streng man sich an einen Dresscode halten muss, hängt natürlich davon ab, in welcher Branche man tätig ist.
  9. So besser nicht
    Es gibt auch Dinge, die man auf einer Jobmesse besser nicht tut. Dazu gehört das übermäßige Sammeln von Goodies oder das Ansprechen von Themen, die in geschäftlichen Konversationen nichts zu suchen haben: Politik, Religion oder zu viele Infos zum Privatleben. Kommt ebenfalls nicht gut: Wenn Jobwechsler die Visitenkarten des derzeitigen Arbeitgebers austeilen.
  10. Die Nachbereitung
    Nach der Messe ist es mit der Arbeit noch nicht getan. Mit vielversprechenden HR-Verantwortlichen sollte man sich auch noch online in Businessnetzwerken verknüpfen, vielleicht hat man auch mit Mitarbeitern interessante Gespräche geführt: Diese aber bitte nicht über ihre privaten Social-Media-Profile kontaktieren.

Die Messesaison für karriere.at

Im Wintersemester ist auch karriere.at auf einigen Messen vertreten. Wo wir zu finden sind und wann es unsere beliebten Pop-up CV-Checks gibt: Alle Termine im Überblick.

Bildnachweis: rawpixel/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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