Karrierebremse Teilzeit: Jüngere Frauen wollen mehr arbeiten

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 27. November 2013 um 11:31

Manche Dinge ändern sich nie, andere langsam. So etwa die Situation arbeitender Frauen in Österreich. Ist eine Teilzeitstelle in manchen Situationen wie etwa nach einer Karenz oder neben einer Ausbildung oft der ideale (Wieder-)Einstieg in den Job, so ist sie auf längere Zeit gesehen doch meist eine Karrierebremse. Laut dem aktuellen Arbeitklima Index wollen ein Viertel aller teilzeitbeschäftigten Frauen mehr arbeiten.

60 Prozent aller arbeitenden Mütter haben keine Vollzeitstelle

Teilzeitarbeit bremst. Und zwar vor allem die Frauen – denn sie machen den Großteil der Teilzeitbeschäftigten aus. 40 Prozent aller Frauen haben keine volle Dienstverpflichtung, unter den Müttern sind es sogar 60 Prozent. Grund hierfür ist die Tatsache, dass vor allem Frauen Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen müssen. Freilich, die genauen Hintergründe sind individuell verschieden und es gibt sicherlich viele Familien, für die diese Regelung die beste (oder vielleicht auch einzig mögliche) Variante darstellt. Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle, dass mehr Alleinerzieherinnen Vollzeit arbeiten als Mütter in Paarfamilien. Dennoch: Wie der Arbeitklima Index zeigt, würden viele der Frauen, die aktuell weniger arbeiten, diesen Umstand gerne ändern.

Vor allem jüngere Frauen wollen mehr Arbeitszeit

wunsch_mehr_ArbeitWie die genauere Analyse zeigt, wollen 26 Prozent der Frauen, die weniger als zwölf Stunden pro Woche arbeiten, ihre Arbeitszeit erhöhen. Besonders bei den jüngeren Arbeitnehmerinnen (bis 25 Jahre) ist der Wunsch nach mehr Arbeitszeit hoch. Oftmals bleiben Frauen jedoch, so lehrt es die Erfahrung, in der Teilzeit hängen. Für zwei wesentliche Faktoren ist diese Tatsache Gift: Einerseits die Karrierechancen und andererseits den Gehaltszettel. Dies spiegelt sich auch im Arbeitsklima Index wieder: Frauen sind bei dem Punkt „Karriere- und Arbeitsmarktchancen“ pessimistischer als Männer und zudem mit ihrem Gehalt weniger zufrieden.

Bildnachweis: Olena Zaskochenko / Quelle Shutterstock, AK

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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