Was bedeutet „Karriere“ für Studierende?

von in Jobsuche am Montag, 26. März 2012 um 13:31

„Mir gehört die Welt!“ Wer mitten im Studium steckt ist natürlich davon überzeugt, mit seiner Ausbildung einmal Karriere zu machen. Alles andere wäre ja auch schade – schließlich steckt jede Menge Arbeit darin, seine Uni-, FH- oder Kollegausbildung voranzutreiben. Wie blicken Studierende ihrem Berufsweg entgegen? Und wie unterscheiden sich die Erwartungen von Männern und Frauen? Darüber gibt nun eine aktuelle Untersuchung Aufschluss.

Knapp 1.200 Studenten wurden für die Student Survey 2012 „Karriere, Familie & Co.“ befragt – mit teilweise relativ ernüchternden Ergebnissen. Denn vor allem junge Frauen sind hinsichtlich ihrer eigenen Karrierewege pessimistischer als ihre männlichen Kollegen.

Einige Fakten aus der Studie, deren Vollversion auf der Female Recruiting Conference am 4. Mai präsentiert wird: Zwei von drei studierenden Frauen (66 Prozent) gehen davon aus, mit ihrer Ausbildung einmal eine Führungsfunktion einzunehmen. Männer sind in dieser Hinsicht optimistischer: Drei Viertel glauben an ihre künftige Leitungsposition. Das ist grundsätzlich ja auch positiv, denn wann – wenn nicht während des Studiums – sollte man sich auf mögliche kommende Aufgaben freuen? Wer studiert, orientiert sich in den meisten Fällen nach seinen Interessen, investiert Arbeit, Zeit und Geld. Klar will man dann auch einmal etwas mit dem Studium anfangen können. Auch wenn man sich einige Monate oder gar Jahre über den Umweg des Berufspraktikanten oder Trainees in Unternehmen hineinkämpfen muss.

Gedämpfte Karriere-Erwartungen

Wenn da nicht der Geschlechterunterschied wäre. Traurig nämlich folgende Untersuchungsergebnisse: Jede zweite befragte Studentin ist davon überzeugt, dass sie trotz gleicher Qualifikationen schlechtere Karrierechancen hat wie männliche Kollegen. Babypause und Erziehungszeit werden nach wie vor als berufliche Hindernisse gesehen. Drei von vier Männern (77 Prozent) glauben hingegen, dass sich Beruf und Familie einmal leicht vereinbaren lassen. „Aufgrund der Ergebnisse wird deutlich, dass eine Generation heranwächst, die bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie Forderungen an die Unternehmen stellen wird“, ist Melanie Vogel, Geschäftsführerin der AoN und Initiatorin der Studie, überzeugt.

Einmal mehr auf der Wunschliste von angehenden Arbeitnehmern: gutes Betriebsklima, Weiterbildungsangebote und Sicherheit am Arbeitsplatz. Faktoren, die im Vergleich zu Gehalt, Image und Standort des Betriebs an Wichtigkeit gewinnen.

Bildnachweis: colourbox.com

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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