Jobwechsler: Die stetige Suche nach Verbesserung

von in Arbeitsmarkt am Donnerstag, 19. September 2013 um 10:40

Die Bereitschaft zum Jobwechsel ist groß: Wie eine aktuelle Studie zeigt, hat jeder dritte Deutsche 2012 den Arbeitgeber gewechselt, weitere 40 Prozent mit dem Gedanken gespielt. Schuld ist oft die permanente Suche nach Verbesserung, denn auch glückliche Arbeitnehmer suchen aktiv nach neuen Herausforderungen. Die emotionale Bindung an ein Unternehmen scheint unwichtig, großen Ausschlag auf die Unternehmenstreue hat vor allem einer: der Chef.

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Auch glückliche Arbeitnehmer schauen sich um

Nicht weniger als sechs von zehn Arbeitnehmern schauen sich, so die Kelly Service Studie, selbst dann am Arbeitsmarkt um, wenn sie in ihrem aktuellen Unternehmen glücklich sind. Das Hauptmotiv ist spannend und bestätigt zudem die Aussage, dass Geld alleine nicht glücklich macht.

Die Hauptgründe für einen Wechsel sind:

Ein Risiko, das sich meist lohnt

jobsuche_verbesserungKeine Frage, ein Jobwechsel ist keine Sache, die man auf die leichte Schulter nimmt. Neben dem Risiko, das ein solcher unweigerlich mit sich bringt, heißt es etwa auch, sich von Kollegen verabschieden und wieder in ein neues soziales Umfeld eingliedern zu müssen. Diese Schritte meistert der Großteil der Befragten jedoch gut – mehr als 50 Prozent jener Arbeitnehmer, die 2012 ihre Stelle gewechselt haben, sind im Nachhinein glücklich über diese Entscheidung. Jeder sechste Befragte ist auch im neuen Job nicht zufrieden und denkt erneut über einen Wechsel nach. „Gerade die Anfangszeit bei einem neuen Arbeitgeber kann sich für einige Arbeitnehmer schwierig gestalten – dabei hilft es, wenn das Management die Ziele, Erwartungen und Verantwortlichkeiten klar definiert“, kommentiert Stefano Giorgetti von Kelly Services.

Der richtige Chef ist der Schlüssel

mitarbeiterzufriedenheitDoch woran liegt es, dass selbst zufriedene Arbeitnehmer stets ein Auge auf die Stellenausschreibungen haben? Laut der Studie an der geringen emotionalen Bindung an die eigenen Unternehmen. Die Lösung vermuten die Studienautoren bei den Vorgesetzten: Ihr Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, so das Fazit, ist hoch. Knapp 60 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu – auf die Frage, was die Chefs besser machen könnten, antworteten die Teilnehmer wie folgt:

Das können Chefs besser machen:

  • Bessere Fortbildungsmöglichkeiten anbieten (58 Prozent)
  • Klare Ziele und Verantwortlichkeiten formulieren (51 Prozent)
  • Eine transparente Kommunikation pflegen (45 Prozent)
  • Mehr Anerkennung wünscht sich zudem fast ein Drittel der Arbeitnehmer
Stefano Giorgetti

Stefano Giorgetti

„Angestellte sind ein wichtiger Teil des Unternehmenskapitals – auch unter diesem Aspekt sollten Manager ihre Mitarbeiter betrachten. Eine solche Investition zahlt sich aus, denn das Ergebnis ist eine flexible und lernbereite Belegschaft“, so Giorgetti weiter.

 

Bildnachweis: Alexander Chaikin / Quelle Shutterstock, ollyy / Quelle Shutterstock, Kelly Services

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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