Jobsicherheit darf im Recruiting nicht vergessen werden

von in HR am Donnerstag, 4. Juli 2013 um 10:38

Hauptsache genügend Freizeit. Ist das der immer größer werdende „Karrierewunsch“ der Studenten? Nein, meint dazu eine aktuelle Umfrage. Eine ausgewogene Work-Life-Balance wird von vielen Mitgliedern der Generation Y zwar als besonders wichtiges Ziel genannt, immer größer wird jedoch auch das Bedürfnis nach Jobsicherheit.

46 Prozent wollen Beständigkeit und Sicherheit

Ein sicherer und auch beständiger Arbeitsplatz. Früher vielleicht zweitrangig, heute der Wunsch von immer mehr Studenten und künftigen Arbeitnehmern. Laut einer Umfrage von Universum Communications unter 22.000 Studierenden hat die Jobsicherheit in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. War die Sicherheit des Arbeitsplatzes 2008 bzw. 2010 für weniger als 40 Prozent der Befragten besonders wichtig, so sind es aktuell bereits 46 Prozent – ein neuer Höchststand ist erreicht.

Wer will mehr Sicherheit: Frauen oder Männer?

work_lifeWer meint, der Wunsch nach Jobsicherheit sei unabhängig vom Geschlecht, der irrt. Denn wie die Auswertung weiters zeigt, ist die Jobsicherheit für Frauen mit 51 Prozent deutlich wichtiger als für Männer (42 Prozent). Diese geschlechterspezifischen Unterschiede zeigen sich übrigens auch im Wunsch nach ausgewogener Work-Life-Balance: Für 61 Prozent der Studentinnen ist diese besonders wichtig, bei den Studenten lag die Zustimmung mit 47 Prozent deutlich darunter.

Worauf Unternehmen achten müssen

Für die Arbeitgeberseite ist es Zeit, auf dieses Wissen zu reagieren, meint Universum-Experte Stefan Lake. „Unternehmen sollten bei der Rekrutierung neben der Work-Life-Balance auch den Aspekt der Jobsicherheit betonen.“ Denn gerade da, wo bereits Engpässe an geeignetem Personal vorhanden sind, sollten die richtigen Karten gespielt werden. Für Lake ist klar, woher der Wunsch Stabilität kommt. „Die Finanzkrise hat den Studierenden zum ersten Mal einen wirtschaftlichen Einbruch vor Augen geführt. Das bestärkt den Wunsch nach Konstanz im Berufsleben. Unternehmen sind bei der Rekrutierung der Nachwuchskräfte gut beraten, wenn sie besonders herausstellen, dass sie sichere Arbeitsplätze anbieten.“

Bildnachweis: Poznyakov / Quelle Shutterstock, Dusit / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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