Jobsicherheit als wichtiger Anker in der Krise

von in Arbeitsmarkt am Freitag, 14. Februar 2014 um 11:32

Liegt eine Finanzkrise in der Luft, spürt man dies nicht nur an einer Stelle. Die Auswirkungen erreichen viele, wenn nicht alle Bereiche des Lebens. Manche sind einfach sichtbarer als andere, und geht es nach einer aktuellen IMAS-Studie, ist der Zenit immer noch nicht erreicht. Denn jeder zweite Österreicher geht demnach davon aus, dass das Schlimmste noch nicht überstanden ist.

Jobsicherheit aus Angst vor dem Crash

Die eingangs erwähnten Auswirkungen sind vielschichtig – so suchen etwa immer mehr junge Arbeitnehmer verstärkt nach ihr: der Jobsicherheit. Aktuell sind es knapp 50 Prozent, denen diese bei einem neuen Job wichtig ist. Auch auf bestehende Arbeitsverhältnisse hat die Krise freilich Auswirkungen – umso glücklicher können sich jene schätzen, die mit ihrer aktuellen Arbeitssituation hinsichtlich Jobsicherheit, Jobzufriedenheit sowie Gehalt einverstanden sind. Denn eine rasche Änderung oder Entspannung der Situation erwarten sich nur wenige, laut der Studie hat sich die Wirtschaftskrise für die Österreicher zur Dauerkrise entwickelt. Für manche steht hierbei zudem die Angst eines noch bevorstehenden, größeren Crashs im Raum. Ähnlich wird die Lage auch in Deutschland und England eingeschätzt, nur im stark betroffenen Spanien ist die Mehrheit der Meinung, das Schlimmste bereits überstanden zu haben.

Hier sparen die Österreicher

Krise Haushaltseinkommen reduzierenNeben den direkten Effekten auf den Arbeitsmarkt und das Jobverhalten an sich, wird die Sorge um die Finanzlage auch an anderer Stelle sichtbar – und zwar deutlich: Die Rede ist von wachsenden Bemühungen, die Haushaltsausgaben zu verringern. Am meisten Sparpotenzial orten die Österreicher demnach beim Kleiderkauf, der Wahl des Supermarktes sowie der Reduktion von Restaurantbesuchen. Der Wunsch zu sparen dürfte sich auch auf den Straßen bemerkbar machen – 13 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr weniger Auto gefahren zu sein. Die Öffinutzung hingegen nimmt zu – neun Prozent gaben an, 2013 mehr auf diese Transportform gesetzt zu haben.

17 Prozent stehen heute schlechter da

Jene Personen, die den Krisenhöhepunkt noch nicht erreicht sehen, setzten im vergangenen Jahr gleich an mehreren Stellen die Sparstift an. Zwei Fünftel der Befragten setzten hingegen gar keine Sparmaßnahmen – zu dieser Gruppe zählen eher Männer, Personen aus dem ländlichen Raum sowie Menschen mit einfacherer Schulbildung. Positiv stimmt sicher, dass drei Fünftel der Befragten der Meinung sind, dass es ihnen nicht schlimmer geht als noch vor einem Jahr – 17 Prozent hingegen sehen die eigene wirtschaftliche Lage heute deutlich schlechter als noch vor zwölf Monaten.

Bildnachweis: Pogonici / Quelle Shutterstock, IMAS

 

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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