Mehr Jobs im Finanzbereich

von in Arbeitsmarkt, HR am Dienstag, 23. Juli 2013 um 10:29

Spürbar mehr Jobs im Finanzbereich dürfte das zweite Halbjahr 2013 bringen. Denn laut aktuellem „Hiring Index“ plant ein Viertel der CFOs die Rekrutierung von zusätzlichem Personal. 87 Prozent der Finanzmanager blicken zudem zuversichtlich oder sehr zuversichtlich auf die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs. Einzig die Suche nach geeignetem Personal bereitet der Mehrheit der Befragten Kopfzerbrechen.

Upgrades erfordern mehr Personal

Waren es im ersten Halbjahr noch 19 Prozent, so wollen nun 26 Prozent der CFOs (Chief Financial Officers) zusätzliches Personal einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt der „Hiring Index“ von Robert Half, für den in Österreich 100 Finanzmanager befragt wurden. Die Gründe für diese Entwicklung sind verschieden: Zum einen werden die zusätzlichen Kräfte benötigt, um dem erwarteten Unternehmenswachstum gerecht zu werden. Jeder zweite Finanzchef gab weiters an, mehr Personal für anstehende Upgrades der Finanzsysteme zu benötigen. Auch eine Expansion des Unternehmens sowie neue Projekte erhöhen den Bedarf an Arbeitskräften.

hiring_index_2013Größte Zuversicht

Generell, so zeigt die Umfrage, sind 83 Prozent der heimischen CFOs zumindest zuversichtlich, was das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr betrifft. Auf das eigene Unternehmen bezogen, rechnen sogar 91 Prozent der Befragten mit einem Wachstum. Steigende Gehälter und Bonuszahlungen tragen dem Trend Rechnung. 35 Prozent der Befragten rechnen im zweiten Halbjahr 2013 mit höheren Einkommen, 21 Prozent mit höheren Bonuszahlungen.

Wolke am Himmel

Einzige Wolke am Himmel der Finanzjobs scheint demnach die große Herausforderung namens Personalsuche bzw. -bindung. 80 Prozent der von Robert Half befragten CFOs bezeichnen die Personalsuche als schwierig oder gar sehr schwierig.

Nachfolger fehlen

Aber nicht nur die Personalsuche, auch die Nachfolgeregelung stellt ein Problem dar. Denn wie die Befragung weiters zeigt, haben 59 Prozent der Finanzchefs keine Vorkehrungen für ein eventuelles Ausscheiden getroffen. „Finanzchefs müssen heute strategische Entscheidungen vieler Geschäftsbereiche mitgestalten. Eine klar definierte Nachfolgeregelung ist daher unerlässlich für eine positive Unternehmensentwicklung“, kommentiert Sven Hennige von Robert Half International das Ergebnis.

Interne Lösungen

63 Prozent wünschen sich übrigens eine interne Nachfolge – den Mangel an geeigneten Kandidaten im Unternehmen orten jedoch 37 Prozent als größtes Problem. Zeitmangel ist es, der ein knappes Viertel der CFOs daran hindert, nach Talenten zu suchen. „Ein grundlegendes Element strategischer Nachfolgeplanung ist ein Pool gut ausgebildeter Nachwuchsführungskräfte innterhalb des Unternehmens, die gezielt auf eine spätere Führungsposition vorbereitet werden“, so Hennige.

Bildnachweis: ollyy / Quelle Shutterstock, Robert Half

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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