Was Recruiter wollen: Reichweite und hohe Bewerbungs-Qualität

von in HR, Social am Freitag, 2. September 2011 um 11:00

Die eigene Website ist nach wie vor das wichtigste Werkzeug, um qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren: E-Recruiting boomt und nimmt eine bedeutende Rolle in der Personalbeschaffung ein. Auch weiterhin sind persönliche Empfehlungen und Social Communities bei der Besetzung von freien Stellen wichtig, jedoch mit einer kleinen Überraschung: Klassische Online-Jobbörsen gewinnen laut der BVDW-Umfrage „Trend in Prozent“ im Vergleich zu sozialen und Business Networks in den kommenden beiden Jahren wieder stärker an Bedeutung.

Top-Ergebnisse durch E-Recruiting. Davon sind 89 Prozent der vom deutschen Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) befragten Unternehmen überzeugt. Das wichtigste Tool zur Personalbeschaffung dabei? Die eigene Website (95 Prozent)! „Für Human Resources und Personalmarketing liegt E-Recruiting eindeutig im Trend. Weit vorne liegen die eigene Unternehmenswebsite und clevere Präsenzen in bekannten Businessnetzwerken. Auch profitieren Unternehmen von einem eigenen Karrierecenter in sozialen Netzwerken, um direkt bei ihren potenziellen Nachwuchskräften und in Fachkreisen als attraktiver Arbeitgeber im Gespräch zu bleiben“, sagt BVDW-Vizepräsident Harald R. Fortmann. Und die Bedeutung von E-Recruiting wird in den nächsten zwei Jahren tendenziell auf bis zu 96 Prozent anwachsen.

Quelle: www.bvdw.org

In den Bereichen Auszubildende (56 Prozent), Praktikanten und Werkstudenten (67 Prozent) sowie Trainees und Volontäre (77 Prozent) hat sich E-Recruiting nach wie vor noch nicht durchsetzen können. Auch bei der Besetzung von Top-Positionen muss E-Recruiting noch aufholen um für die Unternehmen zu punkten. Dennoch rechnet man in allen Bereichen mit einem Zuwachs von bis zu 20 Prozent.

Quelle:www.bvdw.org

Qualität vor Quantität – Jobbörsen sprechen richtige Zielgruppe an

Persönliche Empfehlungen (89 Prozent) werden von den Unternehmen bei der Besetzung von freien Stellen weiterhin geschätzt. Gerade wenn es um Top-Positionen geht, ist gute Mundpropaganda von Vorteil. Wie auch das Empfehlungsmarketing für Produkte wird auch die persönliche Empfehlung in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren.

Des Recruiter’s Liebling waren bei dieser Umfrage eindeutig Jobbörsen. In puncto Qualität der eingehenden Bewerbungen konnten sie Top-Ergebnisse liefern. Erstmals wurde dieser Maßnahme eine höhere zukünftige Bedeutung beigemessen als Social Communities. Businessnetzwerke (79 Prozent) und soziale Netzwerke (76 Prozent) wollen in den kommenden beiden Jahren etwas weniger Personalverantwortliche nutzen. Den Vorteil von Jobbörsen sehen die Befragten vor allem in der Ansprache der richtigen Zielgruppe (81,3 Prozent) und deren hoher Reichweite (67,5 Prozent). Über hohe Kosten zerbrechen sich die befragten Unternehmen kaum den Kopf. Nur 49 Prozent der Befragten ist es wichtig, bei der Personalbeschaffung auf der Niedrigkosten-Schiene zu fahren.

Redaktion