Jobs aus der Hölle: Fünf Tipps, um doch noch durchzuhalten

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 11. März 2015 um 11:38

Ein cholerischer Chef, langweilige Aufgaben, keine Aufstiegschancen oder mobbende Kollegen? Nur ein paar von vielen möglichen Gründen, warum man seinen Job am liebsten sofort hinschmeissen würde. Durchhalten oder doch aufgeben? Das ist natürlich nicht immer ratsam. Fünf Strategien, um die Zeit bis zum nächsten Job bestmöglich durchzuhalten:

Der Traum von der Kündigung

Der Führungskraft seine Kündigung auf den Tisch klatschen und hoch erhobenen Hauptes aus dem Büro spazieren – das wär’s! Realistisch ist das meistens nicht. Die Miete will weiterhin bezahlt werden, eine Lücke im Lebenslauf macht sich nicht immer gut und wer ständig alles hinschmeißt, erarbeitet sich nicht gerade den Ruf einer Kämpfernatur. Es gilt also durchzuhalten, bis man einen neuen Job ergattert hat. Jeder Jobsuchende weiß: Die Suche kann sich langwierig gestalten, demotivieren und viel Kraft in Anspruch nehmen. Mit dem richtigen Mindset kann man die Zeit im aktuellen Job aber so angenehm wie möglich verbringen.

Fünf Strategien, um in einem öden Job noch durchzuhalten

  • Es ist nicht alles schlecht
    Ja, es gibt sie. Die Jobs aus der Hölle. Wo einfach gar nichts passt. Die Jobs, die man am besten schleunigst verlässt, wenn einem Seelenheil und Nervenkostüm am Herzen liegen. Meistens gibt es aber auch positive Aspekte: Kollegen sind spitze – Aufgabengebiet ist langweilig. Job und Kunden sind super – mit dem Team klappt es nicht so gut. Es hilft, sich auf die positiven Aspekte zu konzentrieren. Das kann ein super Team sein, Weiterbildungsmöglichkeiten, ein spannendes Aufgabengebiet oder freie Zeiteinteilung.
  • It´s my job. It´s not my life.
    Sich von Wochenende zu Wochenende zu hangeln ist keine Dauerlösung, aber: Es hilft, sich abseits des Berufslebens komplett auf das zu konzentrieren, was einem wirklich Spaß macht. Nach Dienstschluss raus aus aus dem Büro und sich voll und ganz Hobbys, Freunden und Familie widmen.
  • Auch schlechte Jobs sind eine Chance
    Wer auf frühere berufliche Tätigkeiten zurückblickt, wird feststellen: Gelernt hat man immer etwas. Meist wird man sich dieser Dinge erst rückblickend, mit ausreichend Abstand, bewusst. Da war die schwierige Chefin, deren schlechte Seiten einen Diplomatie und Fingerspitzengefühl gelehrt haben. Eigenschaften, die man im aktuellen Job gut brauchen kann. Oder das Softwareprogramm, das einem langweilige Schulungsstunden einbrockte – und bei einer späteren Bewerbung im CV für Pluspunkte sorgte.
  • Auf das Bauchgefühl hören
    Verstand und Intuition sind sich nicht immer einig. Manchmal möchte man am liebsten aus dem Job flüchten, weiß aber, dass es nicht schlecht wäre, bis zur Ende der Befristung oder zum Jahresende durchzuhalten. Dann muss man abwägen: Geht es wirklich nicht mehr? Setzt das Arbeitsumfeld bereits der Gesundheit zu? Oder wäre es eine Flucht aus Bequemlichkeit und vernünftiger, die Zeit der Jobsuche noch tapfer abzusitzen?
  • Mit der eigenen Energie haushalten
    Sich über den Job zu beklagen kann ganz schön befreiend sein – oder extrem kraftraubend. Es ist ok, sich bei Freunden und Familie einmal auszuheulen. Wer ständig raunzt, kanalisiert seine ganze Aufmerksamkeit und Energie aber auf das Problem, nicht auf die Lösung. Dabei wäre die Kraft besser in die Jobsuche investiert. Wer als Freelancer durchstarten möchte, ist beim Thema Energie- und Zeitmanagement ganz besonders gefragt: Den Grundstein für ein eigenes Unternehmen legt man oft, wenn man sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis befindet. Das sichert das finanzielle Einkommen, während man am eigenen Start-Up arbeitet. Wer nicht auf Teilzeit reduzieren kann, muss den Laden dann neben seiner eigentlichen Vollzeitbeschäftigung schupfen. Dann ist es umso wichtiger, die eigenen Kraftreserven gut einzuteilen.

Bildnachweis: Gustavo Frazao / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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