Job 2.0 – Was wollen die Jungen wirklich?

von in Arbeitsleben am Dienstag, 26. November 2013 um 11:24

Junge Arbeitnehmer haben es nicht leicht: Seit Jahren schon sind alle Augen auf sie gerichtet und viele Arbeitgeber stellen sich die Frage: Wie wird sie wohl sein, die neue Generation am Arbeitsmarkt? Um eine Antwort zu finden, hat die GfK Austria für die Jugendstudie 2013 nun jene gefragt, die es wissen müssen: Die Betroffenen selbst.

Spaß und nicht arbeitslos

spass-bei-der-arbeitWelche Vorstellungen haben junge Österreicher vom Berufsleben? Eine spannende Frage, vor allem für deren zukünftige Arbeitgeber. Die GfK hat nun 1200 Österreicher zwischen 12 und 24 Jahren dazu befragt: Die Ergebnisse sind durchaus spannend. Sechs von zehn Befragten glauben demnach, dass sie in den nächsten 15 Jahren Spaß bei der Arbeit haben werden. Für 60 Prozent der Befragten steht fest, dass sie nicht arbeitslos sein werden.

Nur jeder Zweite glaubt an den Berufswunsch

Dass sie mit ihren künftigen Kollegen gut auskommen werden, davon ist mit 57 Prozent die knappe Mehrheit überzeugt. Sehr nachdenklich stimmt die Tatsache, dass nur 53 Prozent der Jungen heute glauben, dass sie beruflich dort landen werden, wo sie gerne hin möchten. 48 Prozent sehen sich selbst in einer beruflich erfolgreichen Zukunft, 47 Prozent erwarten sich genügend Zeit für ihr Privatleben und für 46 Prozent ist klar, dass sie gut verdienen werden.

Ein Arbeitgeber bis zur Pension? Fehlanzeige

Angelika Kofler, GfK Austria

Angelika Kofler, GfK

Die Annahme, dass heute kaum jemand mehr in einem Job alt wird, teilen auch die jungen Österreicher. Nur 23 Prozent sind heute der Meinung, dass sie lange bei einem Unternehmen bleiben werden. Auffällig ist hier jedoch, dass dieser Anteil bei den bereits Berufstätigen sowie den Verheirateten mit 28 bzw. 30 Prozent Zustimmung deutlich höher ist. „Diese schon erwachseneren Lebenserfahrungen korrelieren offenbar mit einer höheren Orientierung an Stabilität und einer größeren Bereitschaft sich länger an ein Unternehmen zu binden“, interpretiert Angelika Kofler von der GfK Austria die Ergebnisse.

Der Blick über den nationalen Tellerrand

arbeiten_auslandIn die weite Welt hinaus zieht es nur rund ein Viertel der Befragten, innerhalb Österreichs wird berufliche Mobilität jedoch eher akzeptiert. „Wenn man bedenkt, dass von der in Österreich lebenden Bevölkerung insgesamt nur etwa ein Zehntel irgendwann einmal im Ausland gelebt hat, zeigt das doch eine große, wenn auch theoretische Offenheit der jungen Menschen dafür, über den nationalen Tellerrand hinauszudenken“, so Kofler. Die größte Offenheit für das Arbeiten im Ausland haben – wenig überraschend – Städter sowie ungebundene Befragte. Spannend ist übrigens, dass Frauen etwas offener für Auslandserfahrungen sind, als Männer (28 zu 23 Prozent Zustimmung).

Die Karriereerwartungen haben ein Geschlecht

Andererseits sind die Karriereerwartungen der Frauen insgesamt geringer als jene der Männer. Diese glauben öfter als junge Österreicherinnen an eine Zukunft mit beruflichem Erfolg (plus acht Prozent) sowie ein gutes Einkommen (sogar plus 16 Prozent). Genügend Zeit und Spielraum für ihr Privatleben erwarten hingegen deutlich mehr Frauen.

Bildnachweis: GfK, karriere.at/Frenner, Rasstock / Quelle Shutterstock, ra2studio / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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