Neue Jobs: Österreichs Firmen setzen vermehrt auf Forschung

von in Arbeitsmarkt am Freitag, 19. Juli 2013 um 10:27

„Wer nicht mitläuft, kann nicht gewinnen.“ Dieses Zitat von dem deutschen Physiker Walter Kroy stimmt heute vielleicht mehr denn je. Um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, sind Investiotionen in die Forschung und Entwicklung unabdingbar. Dies ist auch bei den heimischen Unternehmen angekommen – die Ausgaben für diesen Bereich haben sich wieder stärker erhöht.

Sektor mit enormem Zuwachs

Die Zahlen der Statistik Austria stimmen positiv: Von 2009 bis 2011 haben sich die Forschungsausgaben um 9,9 Prozent erhöht, zuvor (2007 bis 2009) lag die Steigerung vermutlich krisenbedingt bei nur 5,3 Prozent. 2011 wurde sogar ein Rekord geknackt: Erstmals wurden nämlich mehr als fünf Milliarden Euro investiert. Der größte Brocken mit 3,63 Mrd. Euro entfiel dabei auf Waren produzierende Unternehmen, 1,37 Milliarden wurden von Dienstleistern ausgegeben. Gerade dieser Sektor erhöhte seine Ausgaben mit 21 Prozent stark.

Das Personal als größter Posten

zuwachs_personalInsgesamt flossen mehr als 50 Prozent der Gesamtausgaben in das Personal (53 Prozent), auf Sachausgaben fielen 39 Prozent. In für die Forschung nötige Anlagen, Ausstattung, Gebäude oder Grundstücke wurden lediglich acht Prozent des Gesamtvolumens investiert. Wie die Detailauswertung der Statistik Austria zeigt, ist der Finanzierungsanteil durch die öffentliche Hand überdurchschnittlich angestiegen. Knapp zwölf Prozent der Finanzierung wurden vom öffentlichen Sektor getragen. Am bedeutendsten hierbei waren die Forschungsprämie mit 370 Millionen Euro sowie die Mittel der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Selbstfinanzierung

sparschweinDie nach wie vor wichtigste Finanzierungsquelle für firmeneigene Forschung und Entwicklung jedoch ist und bleibt der Unternehmenssektor selbst. 71 Prozent der Ausgaben wurden von den Unternehmen selbst getragen, die Auslandsfinanzierung ist von 20 Prozent im Jahr 2009 auf 18 Prozent 2011 leicht gesunken.

Mehr Fortschritt und mehr Arbeitsplätze

win_winMit den Investitionen ist auch die Zahl der Arbeitsplätze gestiegen und zwar um neun Prozent seit 2009. Insgesamt gab es in Österreichs Firmen 2011 rund 37.800 Stellen (hochgerechnet auf Vollzeit) für den Bereich Forschung und Entwicklung. Unabhängig davon, dass Forschung und Entwicklung Arbeitsplätze schafft sowie der Schlüssel zum Wettbewerbserfolg ist, bleibt nur noch zu fragen: Wo wäre die Welt ohne Forschung?

Bildnachweis: luchschen / Quelle Shutterstock, alphaspirit / Quelle Shutterstock, rangizzz / Quelle Shutterstock, William Perugini / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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