5 Tipps, damit die Initiativbewerbung kein Blindflug wird

von in Bewerbung am Dienstag, 1. September 2015 um 10:38

Warum warten, bis der Wunscharbeitgeber einen passenden Job ausschreibt? Mit einer Initiativbewerbung macht man als Bewerber auf sich aufmerksam, noch bevor eine Stelle vakant wird. Außerdem: Manche Jobs schaffen es gar nicht bis zum Inserat sondern werden bereits vorher besetzt. Gut, wenn man dann bereits einen Fuß in der Türe hat.

Initiativbewerbungen werden manchmal auch Blindbewerbungen genannt – aber genau das sollte man nicht tun: Sich ohne Ziel und im Blindflug bei möglichst vielen Arbeitgebern bewerben. Qualität statt Quantität ist auch beim Verfassen von Initiativbewerbungen angesagt. Worauf es ankommt, und was man vermeiden sollte:

Initiativbewerbung: Dos and Dont’s

  1. Arbeitgeber: Die Wunschliste
    Sich bei einem Unternehmen zu bewerben, obwohl der gewünschte Job gar nicht ausgeschrieben ist, setzt ein klares Signal: Dieses Unternehmen passt zu mir, dort möchte ich gerne arbeiten. Ein oder zwei Wunscharbeitgeber hat man wahrscheinlich schon auf seiner Liste, es lohnt sich aber auch ein Blick zur Konkurrenz und anderen Unternehmen. Den Blick hinter die Kulissen lässt sich kaum ein Arbeitgeber mehr entgehen und präsentiert sich online mit einer eigenen Karrierewebsite oder einem Firmenprofil.
  2. Vor der Bewerbung kommt die Recherche
    Google wird zum besten Freund, um über den Wunscharbeitgeber möglichst viel herauszufinden: Welche Stellen wurden in der Vergangenheit ausgeschrieben, wie viele Mitarbeiter gibt es, aus welchen Positionen setzen sich die Teams zusammen? Bei Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen lohnt sich auch das Sichten aktueller Medienberichte. Daraus kann man entnehmen, ob zusätzliche Standorte geplant sind oder neue Märkte erschlossen werden.
  3. Ansprechpartner recherchieren
    Damit die sorgfältig erarbeitete Bewerbung nicht in irgendeinem Postfach versauert: Auch Initiativbewerbungen richten sich an eine konkrete Ansprechperson. Das kann der Personalmanager sein oder die Führungskraft einer bestimmten Abteilung. Wenn die Website des Arbeitgebers darüber nicht informiert, kann man telefonisch nachfragen. Hat der gewünschte Ansprechpartner ein Profil in Businessnetzwerken, kann man bereits hier Kontakt knüpfen.
  4. Stärken ausspielen
    Die Tatsache, dass sich eine Initiativbewerbung nicht an einem konkreten Jobinserat orientiert, hat Vor- und Nachteile: Einerseits kann man sich nicht an ausgeschriebenen Voraussetzungen orientieren, andererseits gibt das viel mehr Freiheit für das Anschreiben. Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen immer die eigenen Stärken, Anschreiben und Lebenslauf sollen auch hier die zentralen Fragen eines jeden Personalers beantworten: Was bringt uns dieser Bewerber – und passt er zu uns? Wer seine Recherchehausaufgaben gemacht hat, zeigt außerdem, dass er sich über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert hat.
  5. Gut in Form
    Für die Initiativbewerbung gelten die gleichen formalen Anforderungen, wie für andere Bewerbungen. Anschreiben plus Lebenslauf ist das Minimum, Zeugnisse oder Arbeitsproben kann man ebenfalls mitschicken – dabei aber nicht übertreiben. Es soll schließlich kein Manifest werden.

Zu guter Letzt: Nachfragen, ob die Bewerbung angekommen ist, ist natürlich erlaubt. Zwei bis drei Wochen sollte man dafür aber verstreichen lassen.

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Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.