Nicht ohne mein Studium: Zwei Drittel der Maturanten inskribieren

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt am Donnerstag, 17. April 2014 um 10:21

Ein Hochschulstudium ist für mehr als zwei Drittel der heimischen Maturanten der nächste Karriereschritt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria. Spannend ist, dass nicht nur unter den AHS-Absolventen viele künftige Studenten zu finden sind. Der Trend zeigt insgesamt, dass die Zahl der Studienanfänger stark zunimmt. Wer wo studiert, zeigen die Detailergebnisse.

30 Prozent mehr Studienanfänger in vier Jahren

57.158 Studienanfänger gab es im Wintersemester 2008/2009 in Österreich. Vier Jahre später, im Wintersemester 2012/13, haben in Österreich stolze 74.566 Menschen ein Studium begonnen. Ein beachtlicher Zuwachs von mehr als 30 Prozent. Der Trend zum Studium zeichnet sich nicht nur seit Jahren ab, er ist bereits deutlich spürbar.

Hohe Bedeutung des Studierens

Andrang Studenten41.800. So viele Maturanten brachte Österreich im Schuljahr 2011/2012 hervor. Der Großteil von ihnen wird binnen drei Jahren ein Hochschulstudium beginnen. So das Ergebnis der Statistik-Austria-Auswertung „Bildung in Zahlen 2012/13“, für die die Bildungsverläufe von Maturanten seit 2008 analysiert wurden. Die hohe Bedeutung des Studierens wird schnell deutlich – besonders dann, wenn man sich die Zahlen für die einzelnen Schultypen ansieht. Besonders jene für die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) lassen aufhorchen: Obwohl diese Schüler mit ihrem Abschluss eine Berufsausbildung haben, lassen die Erfahrungswerte vermuten, dass mehr als die Hälfte von ihnen ein Hochschulstudium anhängen wird.

Hochschule trotz fertiger Berufsausbildung

Immer mehr StudentenDie meisten davon wählen für die weiterführende Ausbildung eine öffentliche Uni (72,3 Prozent), weitere 21,1 Prozent eine Fachhochschule. Die restlichen Absolventen entscheiden sich für eine Pädagogische Hochschule oder eine Privatuni bzw. theologische Lehranstalt. Überraschend auch, dass sich immer mehr Maturanten an lehrer- und erzieherbildenen höheren Schulen trotz ihrer eigentlich abgeschlossenen Berufsausbildung – die am Arbeitsmarkt sehr wohl Bedeutung und Relevanz hat – für ein Studium inskribieren. Vier von zehn Maturanten entscheiden sich für diesen Schritt. Neben der Universität ist für diese Absolventen naturgemäß vor allem die pädagogische Hochschule (25 Prozent) attraktiv. Die Bedeutung der Akademisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Jobwahl und Einkommen sind demnach auch bei den österreichischen Schülern eindeutig angekommen.

Auf AHS folgt meistens das Studium

Die meisten künftigen Studenten bringen erwartungsgemäß die allgemein bildenden höheren Schulen (AHS) hervor. 88,6 Prozent der Maturanten beginnen laut Statistik Austria innerhalb von drei Jahren nach Schulabschluss ein Studium. Auffallend ist, dass es hierbei die eindeutige Mehrheit (86,1 Prozent) an eine öffentliche Uni zieht. 8,2 Prozent studieren an einer Fachhochschule weiter, die restlichen Maturanten landen an einer Pädagogischen Hochschule oder an Privatunis bzw. theologischen Lehranstalten.

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Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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