Hitze im Büro: Welcher Sommer-Typ sind Sie?

von in Arbeitsleben am Montag, 18. Juni 2012 um 10:43

Montagmittag, kurz vor zwölf Uhr. Irgendwo in Österreich. Schon 30 Grad. Hochsommerliche Temperaturen. Prognose für die kommenden Tage: Schwitzen. Doch statt raus aus der Stadt müssen die meisten rein ins Büro. Die Flip Flops bleiben stehen, die Badetasche ebenso. Trotz Hitze ins Büro: eine der wohl größten Herausforderungen der arbeitenden Bevölkerung. Doch nicht jeder jammert – manche machen einfach das Beste draus. Und welcher Sommer-Typ sind Sie?

Good Morning Sunshine? Nix da!

Sommer im Büro ist irgendwie wie Geburtswehen. Ist das Kind da, verblasst die Erinnerung an die Schmerzen meist, wie Mütter berichten, rasch – was zurück bleibt, ist die Freude. So viel wir auch jammern, an „so einem schönen Sommertag“ arbeiten zu müssen: Erinnert man sich später an den Sommer zurück, sind die Grillfeste, die Badetage, die lauen Abende im Gastgarten und der Spaß mit Freunden und der Familie jene Dinge, an die man sich erinnert. Das freizeittechnische „Vergeuden“ von vielen Sommerstunden gerät da schnell in Vergessenheit. Und trotzdem: von den Moderatoren der Morgenshow im Radio angeheizt, ist die miese Stimmung im Büro oft perfekt.

So verschieden die Menschen auch sind, so individuelle Ansätze gibt es, mit der Hitze und der Arbeit drinnen umzugehen. Hier ein kleiner Versuch, diese in Kategorien zu gliedern. Die Aufzählung ist freilich nicht komplett und darf gerne um einige Sommertypen ergänzt werden. Weiters darf nicht vergessen werden, dass das Vorhandensein bzw. Fehlen einer Klimaanlage im Büro enormen Einfluss auf das subjektive Empfinden eines Arbeitstages im Sommer hat.

Der Nörgler wird des Jammerns nicht müde

Typ 1: Versucht man also, seine Arbeitskollegen in Sommer-Typen einzuteilen, braucht man meist nur um sich zu blicken und hinzuhören. Fangen wir mit dem vermutlich auffälligsten Typ an: Er ist grantig und fühlt sich scheinbar verpflichtet, seine miese Laune mit seinen Kollegen zu teilen bzw. diese in regelmäßigen Abständen daran zu erinnern, dass sich an seiner Stimmung nichts geändert hat. Wir nennen ihn: den Nörgler. Der Hitze-Nörgler braucht gar keinen Radiomoderator der ihm sagt, dass es heute schöner wäre, frei zu haben. In seinem Kopf sitzt ein eigener Moderator der ihn mit den Worten „na super, jetzt ist es so schön draussen und du musst ins Büro“ weckt. Wen wundert es dann noch, dass der Nörgler den ganzen Tag nicht aus dem Jammern rauskommt.

Der Wintertyp sucht das Weite

Typ 2: Für ihn ist der Sommer keine schöne Jahreszeit. Er fühlt sich pudelwohl im Pulverschnee und kann der Hitze absolut nichts abgewinnen. Der Wintertyp. Seine liebste Jahreszeit sind ausschließlich Monate mit R, von September bis April ist er klimamäßig glücklich. In der warm-heißen Periode dazwischen würde er am liebsten fliehen – ins nördliche Skandinavien zum Beispiel. Der Winterytp verträgt einfach keine Hitze, für ihn ist die Freude der anderen über Sonnenschein & Co. unverständlich und nervig. Ihm macht es daher wenig aus, bei 30 Grad plus arbeiten zu müssen. In der Früh nutzt er die Gunst der kühlen Stunde, ist meist der erste im Büro. Sofern dieses klimatisiert ist, bleibt er auch gerne lange und baut sich nebenbei Überstunden für vergnügliche Wintermonate auf.

Der Kreislaufschwache genießt auf seine Art

Typ 3: Typ drei geht es ähnlich wie Typ 2. Im Gegensatz zu ihm mag er den Sommer zwar, sein Körper kommt jedoch mit der Hitze schwer klar. In der Freizeit, wenn Ruhephasen nach Belieben eingelegt und ein kühles Plätzchen im Schatten aufgesucht werden kann, dann mag er den Sommer. Badelatschen, luftiges Sommeroutfit und die Füße im kalten Wasser – das ist die Art des Kreislaufschwachen, den Sommer zu Genießen. Muss er jedoch ins Büro, bereitet ihm schon die Frage „Was zieh ich an“ Kopfzerbrechen. Gibt es keine Klimaanlage, kauft er sich auch mal privat einen Ventilator für den Arbeitsplatz. Dieser sorgt zwar für rote Augen, macht den Tag jedoch ertäglicher. Der Kreislaufschwache leidet wirklich und mag daher sein Büro-Ich an Sommertagen nicht leiden. Es gibt jedoch einige Tipps, wie die Hitze besser auszuhalten ist, und hält er sich daran, sind die Arbeitsstunden für ihn hoffentlich erträglicher.

Der gut gelaunte Turbo-Arbeiter

Typ 4: Von der Sonne wachgeküsst springt er (im Idealfall) gut gelaunt aus dem Bett, hüpft unter die Dusche und ist – so sagen zumindest seine Kollegen – deutlich früher als sonst im Büro. Typ 4, der gut gelaunte Turbo-Arbeiter, ist ein Sonnentyp, der auch hitzigen Arbeitstagen etwas gutes abgewinnen kann. Sein Credo für diese Tage lautet: Schnell arbeiten und keine kostbare Zeit vergeuden: Denn es ist Sommer und für das Freizeitvergnügen ist nach der Arbeit noch genügend Zeit. Ihm nutzen zudem jene Überstunden, die er in den Monaten davor erarbeitet hat, um das Büro zeitig zu verlassen. Lange Tage und laue Abende kommen ihm für sein Freizeitvergnügen zugute. Der gut gelaunte Turbo-Arbeiter sieht das Glas halbvoll und freut sich auch für andere, die den ganzen Tag im Freien genießen können.

Der absolute Sommerfan

Typ 5: Nur er ist glücklicher als der Turbo-Arbeiter: Der absolute Sommerfan. Er liebt den Sommer, ist gut gelaunt, hat keine Probleme mit der Hitze und genießt jede Minute im Freien. Anstatt zu jammern setzt er sich in der Mittagspause in einen Park und schafft es, auch bei 30 Grad nicht zu schwitzen. Nicht nur seine Laune, auch sein Körper scheint optimal auf die Hitze vorbereitet zu sein. Der Sommerfan sieht nach Urlaub aus, auch wenn er diesen noch vor sich hat. Und egal, zu welchem Typ man sich zählt oder nicht, der Sommerfan ist ansteckend und seine Nähe wäre manchen Nörglern ab und an zu empfehlen.

Fotonachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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