Hacker-Angriffe nehmen zu: Sorgen um die IT-Sicherheit der Zukunft

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt am Freitag, 1. Februar 2013 um 11:25

Die Fakten sind alarmierend: Die Zahl der IT-Attacken auf Unternehmen steigt, jedes dritte Unternehmen verzeichnet eine Steigerung der Vorfälle. Drei Viertel der Großunternehmen fürchten laut aktueller Studie das steigende Risiko externer Attacken auf die eigenen Computernetze. Es sind oft die Mitarbeiter selbst, die nicht willentlich ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Die Zahl der bösartigen Attacken eigener Mitarbeiter ist hingegen rückläufig.

Sicherheit kostet: Die Hälfte will Budget erhöhen

2011 registrierten 31 Prozent der Unternehmen eine Zunahme der Attacken, nur neun Prozent berichten von einem Rückgang. Und obwohl die Firmen ihre Budgets für die IT-Sicherheit laufend erhöhen, reichen die Maßnahmen für die zunehmenden Bedrohungen aus dem Netz nicht aus. Mehr als die Hälfte der von Ernst & Young befragten Unternehmen (51 Prozent) will das Sicherheitsbudget 2013 erhöhen, nur fünf Prozent wollen heuer weniger für die IT-Sicherheit ausgeben.

Unternehmen hinken der Entwicklung hinterher

Und obwohl immer mehr Geld in die Abwehr von Cyber-Angriffen gesteckt wird, fühlen sich die Verantwortlichen der Firmen nicht wohler. Im Gegenteil: 84 Prozent gaben laut der Befragung an, dass die eigenen Sicherheitsvorkehrungen unzureichend sind. „Die Angriffe auf die Informationssicherheit der Unternehmen sind in den vergangenen Jahren deutlich häufiger und differenzierter geworden. Die Schnelligkeit und Komplexität des wirtschaftlichen und technologischen Wandels bewirken, dass die meisten Unternehmen in der Informationssicherung zurückfallen. Zwar haben die Unternehmen weltweit ihre Informationssicherheit deutlich verbessert, um sich dem veränderten Risiko stellen zu können, aber ihre Bemühungen reichen nicht aus“, kommentiert Olaf Riedel von Ernst & Young.

Cloud-Computing auf knapp 60 Prozent verdoppelt

Unwissende oder unachtsame Mitarbeiter sind jener Risikofaktor, der am größten gewachsen ist (59 Prozent). Deshalb sind technische Entwicklungen wie mobile Endgeräte, Social Media und Cloud-Computing mit besonders großer Vorsicht zu genießen. Der Anteil von Cloud-Computing-Services, also Diensten zur Datenauslagerung, hat sich von 2010 auf 2012 auf 59 Prozent verdoppelt. Eine Entwicklung, die noch weitergehen wird, sind sich IT-Experten sicher. Soziale Netzwerke sind zudem generell Standard und in vielen Unternehmen fester Bestandteil der Kommunikation.

Daten „rasen“ um die Welt

„Neben den technischen Entwicklungen verändert sich auch das wirtschaftliche Umfeld für die Unternehmen. Mitarbeiter global agierender Firmen erzeugen, transferieren und nutzen Daten weltweit, weshalb deren Schutz immer schwieriger zu organisieren ist. Aufstrebende Märkte, Produktionsverlagerungen ins Ausland und die Finanzkrise haben ein stärker konkurrenzgeprägtes Umfeld geschaffen, in dem Informationssicherheit von großer Bedeutung ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Riedel. Woran es den Unternehmen vor allem mangelt, schlägt Riedel Alarm, ist ein formales Sicherheitskonzept und auch bei der Schulung der Mitarbeiter bestünde oft Nachholbedarf.

Bildnachweis: infografick / Quelle Shutterstock

 

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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