Gründungen in Österreich: Rund drei Jobs pro neuem Arbeitgeber

von in Arbeitsmarkt am Donnerstag, 27. August 2015 um 10:42

Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung: Unternehmen schließen, neue Firmen werden gegründet und schaffen als Arbeitgeber wieder Jobs. In welchen Branchen besonders viele Arbeitgebergründungen stattfinden und wie viele Arbeitsplätze das schafft – die Statistik Austria hat jetzt aktuelle Zahlen zu neuen Arbeitgebern veröffentlicht.

Neue Unternehmen schaffen neue Jobs – wie steht es um die Firmengründungen in Österreich? Die Statistik Austria hat jetzt dazu Daten zu Neugründungen im Jahr 2013 veröffentlicht. 21.114 neue Arbeitgeberunternehmen wurden in diesem Jahr gegründet. Gemessen an allen Arbeitgeberunternehmen in Österreich enstpricht das einer Neugründungsrate von acht Prozent. 90 Prozent der neuen Unternehmen hatten im Jahr der Gründung zwischen einem und vier unselbstständig Beschäftigten, sieben Prozent wurden mit fünf bis neun Arbeitnehmern gegründet.

Vom Einzelunternehmer zum Arbeitgeber

Die Statistik erfasst nicht nur Unternehmen, die bereits zum Zeitpunkt der Gründung mindestens einen unselbstständig Beschäftigten hatten sondern auch jene, die erst im Lauf der Zeit zum Arbeitgeber wurden. Durchschnittlich 3,1 Arbeitsplätze hat jedes neu gegründete Arbeitgeberunternehmen im Jahr 2013 geschaffen. Im gleichen Zeitraum wurden allerdings auch 21.280 Arbeitgeberfirmen geschlossen.

Top 3: In diesen Branchen wird gerne gegründet

In welchen Bereichen besonders viele Unternehmen gegründet werden, hat die Statistik Austria ebenfalls analysiert. Die meisten Gründungen konnte der Dienstleistungsbereich verzeichnen, diese drei Branchen liegen dabei ganz vorne:

WirtschaftsbereichArbeitgebergründungenBeschäftigte pro Gründung
Handel4.1972,8
Beherbergung & Gastronomie3.3254,1
Freiberufliche/technische Dienstleistungen2.9132,4

Die höchste Neugründungsrate im Dienstleistungsbereich war in der Branche „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (12,2 Prozent) zu verzeichnen, gefolgt von den Bereichen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (11,3 Prozent) sowie „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ bzw. „Information und Kommunikation“ (je 10,9 Prozent). Schlusslicht ist der Bereich „Gesundheits- und Sozialwesen“ mit einer Neugründungsrate von 5,1 Prozent. Besonders viele Jobs wurden übrigens im produzierenden Bereich geschaffen: 3,3 Beschäftigte kommen auf einen Arbeitgeber, im Dienstleistungsbereich sind es 3 Arbeitnehmer.

Forschung: Gründung meist ohne Angestellte

In einer eigenen Statistik werden die 24.081 wissens- und forschungsintensiven Neugründungen aus dem Jahr erfasst. Der größte Teil (88,1 Prozent) sind Einzelkämpfer – sie haben keine klassischen Angestellten. Rund zehn Prozent dieser Unternehmen hatten bei der Gründung zwischen einem und vier Arbeitnehmern.

Wie lange überleben Neugründungen?

Interessant ist auch, wie lange sich neu gegründete Arbeitgeberunternehmen in Österreich durchschnittlich halten. Ein Blick auf jene Firmen, die im Jahr 2007 gegründet wurden, zeigt, dass es sechs Jahre später rund die Hälfte der Arbeitgeberbetriebe noch gibt. 21.340 Unternehmen haben im Jahr 2007 ihre Tätigkeit aufgenommen und Personen beschäfitgt, 10.578 gab es im Jahr 2013 noch.

Bildnachweis: SpeedKingz / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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