Die Gesundheit der Mitarbeiter lohnt sich doppelt

von in Arbeitsleben am Montag, 29. Oktober 2012 um 11:30

Das Thema Gesundheit spielt eine große Rolle in den deutschsprachigen Unternehmen, wie auch der aktuelle Hernstein Management Report zeigt. 83 Prozent der befragten Großunternehmen geben an, dass die Gesundheit im eigenen Unternehmen strategische Relevanz hat. Wie sich weiters zeigte, nehmen deutsche Unternehmen hierbei eine deutliche Vorreiterrolle ein. Nachholbedarf gibt es demnach bei speziellen Schulungen für Manager, gesundes Führen zu erlernen.

Gesundheit = Produktivität und Erfolg

„Das Thema Gesundheit ist sehr eng mit dem Thema Kosten verbunden. Gesunde Mitarbeiter sind für die Produktivität und schließlich den Erfolg eines Untenehmens entscheidend“, kommentiert Hernstein-Leiterin Katharina Lichtmannegger die hohe Zustimmung zur großen Rolle der Gesundheit in Betrieben. Die höchste Bedeutung wird diesem übrigens in deutschen Unternehmen zugeschrieben (91 Prozent), gefolgt von Österreich (81 Prozent) und  der Schweiz (78 Prozent).

Kein Geiz zu spüren

Die Gesundheitsvorsorge lassen sich die Unternehmen dabei einiges kosten: Die Top drei der häufigsten Angebote sind ein Betriebsarzt, Gesundheitschecks sowie spezielle Seminare und Informationsveranstaltungen zum Thema Gesundheit. Ein Drittel der Unternehmen bietet zudem ungestörtes Arbeiten durch entsprechende Rückzugsräume an. Der direkte Zusammenhang zwischen der Führungsqualiät und der Gesundheit der Mitarbeiter ist den befragten Managern übrigens bewusst. 94 Prozent messen diesem eine sehr hohe oder hohe Bedeutung bei.

Führungskräfte müssen Stressoren verringern

So gut wie alle befragten Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stimmen der Aussage zu, dass der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Fähigkeiten und Kenntnissen eine sehr hohe und gesundheitsförderliche Bedeutung hat. Eine weitere wichtige Rolle spielt eine konstruktive Konfliktlösung im Unternehmen. „Wenn Mitarbeiter ihre Energie zur Klärung von Aufgaben oder in schwelende Konflikte stecken müssen, dann bleibt weniger Zeit und Ressource für die eigentliche Arbeit“, erklärt Lichtmannegger. „Es liegt an den Führungskräften solche Stressoren zu verringern. Das können Mitarbeiter alleine oftmals nicht.“

Trainings für die höhere Etage fehlen

Was konkrete Konzepte zur betrieblichen Gesundheitsförderung betrifft, hat Deutschland mit 92 Prozent vor Österreich (69 Prozent) und der Schweiz (68 Prozent) die Nase eindeutig vorn. Was jedoch, wie eingangs erwähnt, fehlt, sind spezielle Trainings zum Thema für die höhere Etage. „Interessant ist, dass die wenigsten Unternehmen bisher spezielle Maßnahmen für Führungskräfte entwickeln. Die meisten Gesundheitsangebote sind für alle Mitarbeiter zugänglich. Dabei können spezielle Trainings für Manager helfen, gesundes Führen auch wirklich als Führungshaltung zu verankern“, so die Hernstein-Leiterin.

Bildnachweis: Lomography / Quelle Photocase, Grafiken: Hernstein

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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