Was Geschäftsreisenden am meisten fehlt

von in Arbeitsleben am Dienstag, 25. März 2014 um 11:30

Wer beruflich viel unterwegs ist, hat es sich vielleicht schon das eine oder andere mal gedacht: „Zu Hause ist es doch am Schönsten.“ Gerade, wer viel reisen muss, kennt eben beide Seiten der Medaille. Die Freude an spannenden Reisen und neuen Ländern sowie die Sehnsucht nach zuhause. Was Geschäftsreisenden fernab der Heimat am meisten fehlt, hat eine aktuelle Regus-Studie erhoben. Hier die Ergebnisse:

Die Top 3-Sehnsüchte auf Dienstreisen

Mehr als 20.000 Führungskräfte weltweit wurden von Regus befragt, was sie auf Geschäftsreisen am meisten vermissen. Hier das weltweite Ranking:

  1. Die Familie: 68 Prozent der Befragten gaben an, während Dienstreisen die Liebsten zu Hause zu vermissen.
  2. Das Heim: Die eigenen vier Wände sind es, die 38 Prozent der Reisenden fehlen.
  3. Die Speisen: Die jeweilige Hausmannskost fehlt einem Viertel der Befragten bei Auslandsreisen.  Auffallend ist, dass die eigene Sprache nicht so stark vermisst wird: Nur 17 Prozent der Befragten würden sich am liebsten auch auf Dienstreisen in ihrer Muttersprache unterhalten können.

Überraschungen aus Österreich

Die länderspezifische Auswertung für Österreich hat noch ein paar Überraschungen auf Lager: So vermissen die heimischen Befragten ihre Heimat mit 35 Prozent Zustimung nicht ganz so stark, wie der internationale Durchschnitt (38 Prozent). Einen auffallenden Unterschied gibt es zudem bei der Sprache: Während weltweit wie erwähnt 17 Prozent darauf Wert legen, in ihrer Muttersprache kommunizieren zu können, ist dies nur drei Prozent der Österreicher wichtig.

Bereitschaft zu Dienstreisen stark gesunken

DienstreiseAuch die zunehmende Bedeutung der Familie wird in der Studie deutlich: Besonders Mitglieder der Generation X sowie Babyboomer sind weniger bereit, beruflich viel unterwegs zu sein. Besonders jene, die altersmäßig in die Generation X fallen, gaben an, die eigene Familie während Geschäftsreisen stark zu vermissen (73 Prozent). Insgesamt, so das Fazit der Befragung, sinkt die Bereitschaft, für den Job zu reisen. In den vergangenen zehn Jahren hat die Reisebereitschaft um fast ein Drittel (30 Prozent) abgenommen.

Lieber eine Videokonferenz als eine Auslandsreise

„Geschäftspartner und Kunden persönlich zu treffen, war oft ein wichtiger Bestandteil im Arbeitsalltag“, sagt Alisa Kapic von Regus. „Eindrücke wie Mimik und Körpersprache ließen sich über die verfügbaren Kommunikationskanäle sonst nicht vermitteln. Neue Technologien, die heute Videokonferenzen von nahezu überall aus ermöglichen, bieten gute Alternativen zur klassischen Geschäftsreise. Hinzu kommt, dass die Firmenkasse und die Umwelt geschont werden. Nicht zuletzt werden die Angestellten es den Arbeitgebern danken: eine Verringerung von Geschäftsreisen verbessert die Work-Life-Balance ergeblich.“

Bildnachweis: Denis Vrublevski /Quelle Shutterstock, ArtFamily /Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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