Gehälter der Geschäftsführer: Wer im Ländervergleich wie viel verdient

von in Arbeitsmarkt, Gehalt am Freitag, 17. Februar 2017 um 11:27

Geschäftsführer müsste man sein – besonders in Österreich macht sich der Posten bezahlt. Der Kienbaum-Gehaltsvergleich zeigt, wie viel heimische Firmenchefs verdienen, mit welchen Gehältern Angestellte 2017 rechnen dürfen und wie die Gehälter in Nachbarländern aussehen.

Österreich ganz vorne, Ungarn ist Schlusslicht

Gute Nachrichten für österreichische Unternehmensleiter: Sie verdienen mehr als ihre Kollegen in den Nachbarländern. Für den aktuellen Vergütungsvergleich von Kienbaum wurden knapp 500 Unternehmen untersucht. Das Durchschnittsgehalt eines österreichischen Firmenchefs liegt bei jährlich 295.000 Euro, in Tschechien bei 123.500 Euro und in der Slowakei bei 83.600 Euro. Schlusslicht ist Ungarn mit 82.600 Euro Jahresgehalt.

Fixum, Bonus, Firmenwagen

Nicht nur das Fixgehalt der österreichischen Geschäftsführer ist hoch, auch die Boni fallen hierzulande am besten aus: Rund 80.000 Euro sind es pro Jahr (Tschechien 22.700 Euro, Slowakei 21.200 Euro, Ungarn 19.300 Euro). 98 Prozent der österreichischen Geschäftsführer kommen außerdem in den Genuss eines eigenen Firmenwagens. Bei den Führungskräften sind es 83 Prozent, bei den Abteilungsleitern erhalten 51 Prozent die Zusatzleistung auf vier Rädern.

Ein Blick auf die Gehälter von Angestellten zeigt, dass die Zahlen hier noch stärker variieren. Mit durchschnittlich 42.000 Euro Jahresgehalt erhält ein Österreicher 4,2-mal so viel wie ein ungarischer Angestellter. In Tschechien liegt das Durchschnittsgehalt bei 16.300 Euro jährlich, in der Slowakei bei 13.300 Euro.

An diesem Gehaltsgefälle wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Die Gehaltssteigerungen liegen in Zukunft auf ähnlichem Niveau. So sieht die Prognose von Kienbaum für 2017 aus:

  • Die Gehälter in Österreich werden um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen.
  • Tschechische Gehälter steigen um 3,3 Prozent, ungarische um 3,8 Prozent.
  • Ausnahmefall Slowakei: Aufgrund positiver Wirtschaftsentwicklung, vor allem in der Automobilbranche, wachsen die Gehälter mit einem Plus von 5,2 Prozent. Die steigende Nachfrage sowie der Mangel an Fachkräften spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle bei den Gehaltssteigerungen.

Was laut Kienbaum auf alle Länder zutrifft: Vor allem in den Ballungszentren stehen die Chancen auf höhere Gehälter gut.

Bildnachweis: allstars/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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