Gehaltsprognose 2016: Leichtes Plus auf österreichischen Konten

von in Gehalt am Freitag, 23. Oktober 2015 um 10:39

Erste Prognosen für die Gehaltsentwicklung im kommenden Jahr: Laut Kienbaum-Studie werden die heimischen Einkommen um 2,7 Prozent zulegen – allerdings vor Berücksichtigung der Inflation. Danach bleibt immerhin noch ein leichtes Plus.

So entwickeln sich die europäischen Gehälter

Wie sich die Gehälter in 26 europäischen Ländern im kommenden Jahr verändern werden, hat eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum untersucht. In Österreich entwickeln sich die Einkommen positiv: Ein Plus von durchschnittlich 2,7 Prozent ist zu erwarten, das zieht sich relativ homogen vom unteren Management (2,5 Prozent) bis hin zu Vorstand und Geschäftsführung (2,7 Prozent).  Fachkräfte und Spezialisten können mit einer Gehaltssteigerung von 2,7 Prozent rechnen. Zwei Gründe gibt es, warum die Gehälter zumindest ein wenig steigen: Die positive Geschäftsentwicklung geben Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter weiter, sehr oft wird auch die gute Leistung einzelner Mitarbeiter besser entlohnt. Einen Haken gibt es aber: Inflationsbereinigt ergibt sich nur noch eine Steigerung von 0,5 Prozent, denn die Inflationsrate für kommendes Jahr wird mit 2,2 Prozent prognostiziert.

Gehaltsprognose 2016

„Österreich liegt bei der prognostizierten Gehaltsentwicklung unter den westeuropäischen Ländern auf dem guten vierten Platz“, erklärt Alfred Berger, Leiter Compensation Kienbaum Wien. Über die höchste Gehaltssteigerung dürfen sich die Norweger freuen, dort steigen die Einkommen um rund 3,2 Prozent. Auch inflationsbereinigt ein deutlicher Zuwachs. Danach folgen die Niederlande und Deutschland mit Steigerungen von jeweils 2,9 Prozent. „Zieht man die Teuerungsrate ab, liegt Deutschland allerdings nur noch im Mittelfeld. Insgesamt liegen die Gehaltssteigerungen in Süd- und Westeuropa recht nah beieinander“, sagt Berger.

Gehaltsprognose: Kampf mit der Inflation

In Mittel-, Ost- und Südosteuropa entwickeln sich die Gehälter nächstes Jahr vergleichsweise ungleichmäßig. In Bulgarien, Kroatien und Slowenien geht es langsam voran, die Gehälter werden um rund zwei Prozent steigen. In der Türkei können mit 5,7 Prozent und in Russland mit 6,3 Prozent deutliche Gehaltssteigerungen verzeichnet werden. Einen Dämpfer gibt es jedoch: In Russland, aber auch in der Türkei, kommen hohe Preissteigerungen auf die Bevölkerung zu, die inflationsbereinigten Gehälter könnten sich dann sogar negativ entwickeln. „In den übrigen Ländern dieser Regionen steigen die Gehälter 2016 unter Einbezug der Teuerungsrate voraussichtlich um etwa 1 bis 1,5 Prozent, was in etwa dem Niveau in West- und Südeuropa entspricht“, so Berger.

Bildnachweis: Authentic Creations/Shutterstock; Andrey_Popov/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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