Gehaltserhöhung: Was wirklich mehr Geld bringt

von in Gehalt am Montag, 18. Februar 2013 um 11:11

Das Thema Gehalt ist ein heikles und so wundert es nicht, dass eine bevorstehende oder angestrebte Gehaltsverhandlung für Spannung sorgt. Freilich: Der beste Fall ist, wenn die eigenen Gehaltsvorstellungen angenommen und die Verhandlung somit ein voller Erfolg wird. Für den Worst Case hingegen sollte man sich gute Exit-Strategien überlegen. Doch wie kommt man zu mehr Gehalt? Die Anzahl der Dienstjahre ist laut aktueller Studie jedenfalls nicht ausschlaggebend für ein Plus am Lohnzettel.

Nicht auf die Jahre kommt es an

Denn wer eine Aufstockung des Gehalts aufgrund langer Betriebszugehörigkeit erwartet, wird enttäuscht – so das Ergebnis einer aktuellen Robert Half-Studie unter 2500 CFOs in 19 Ländern. Loyalität für ein Unternehmen bzw. viele Dienstjahre im selben Betrieb reichten für nicht einmal jeden zehnten befragten Finanzvorstand als Grund für eine Gehaltserhöhung aus. Die besten Chancen auf eine Gehaltserhöhung haben Mitarbeiter hingegen, wenn sie ihre gesetzten Ziele erreichen, meinen 39 Prozent der österreichischen Finanzexperten.

Verantwortung als Zusatzplus

Weitere 21 Prozent honorieren es, wenn ein Mitarbeiter zusätzliche Verantwortung übernimmt. „Mitarbeiter sollten das Gespräch nutzen, um zu zeigen, wie wertvoll sie für das Unternehmen sind und in welcher Weise sie auch zukünftig maßgeblich zur Erreichung der Ziele beitragen können“, rät Sven Hennige von Robert Half International. „Bei Gesprächsbedarf empfehlen wir, nicht auf das jährliche Meeting zu warten, sondern wichtige Punkte auch außerhalb der festen Termine anzusprechen. So steigt die Motivation und beide Seiten profitieren gleichermaßen vom Austausch.“

Vier Tipps für mehr Gehalt

Für eine erfolgreich verlaufende Gehaltsverhandlung geben die Experten des Personaldienstleisters folgende Tipps:

  • Ziele stecken: Man sollte sich vor dem Gespräch realistische Ziele setzen und sowohl das Idealziel als auch die Schmerzgrenze definieren
  • Informationen einholen: Das Wissen über branchenübliche Gehälter ist Gold wert. Im Hinterkopf behalten sollte man dabei allerdings, dass das Einkommen der Kollegen immer von mehreren Faktoren – wie etwa der Erfahrung, Ausbildung und Kompetenz – abhängt.
  • Argumente zurechtlegen: Wer etwas verlangt sollte auch erklären können, warum dieser Wunsch gerechtfertigt ist. Also: berufliche Erfolge notieren, um den Wunsch nach mehr Gehalt begründen zu können.
  • Sachlich bleiben: Auch bei Kritik sollte man versuchen, möglichst sachlich zu bleiben. Verbesserungsvorschläge kommen zudem immer besser an als Kritik.

 

Bildnachweis: Kati Neudert / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren