Diese Faktoren zählen, wenn es um eine Gehaltserhöhung geht

von in Arbeitsleben, Gehalt am Montag, 18. Mai 2015 um 10:31

2015 ist ein gutes Jahr, um im Job nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Laut aktueller Arbeitsmarktstudie sind Österreichs Personaler heuer gewillt, mehr Geld locker zu machen. Mehr Gehalt gibt es allerdings nur, wenn bestimmte Faktoren erfüllt werden. Welche das sind und wie man seine Gehaltsforderung an den Chef bringt:

Ist 2015 das Jahr der Gehaltserhöhungen?

Wer 2014 bei der Frage nach mehr Gehalt leer ausging, sollte sein Glück heuer wieder versuchen. Laut Arbeitsmarktstudie von Robert Half sind HR-Verantwortliche heuer eher bereit, einer Gehaltserhöhung zuzustimmen. Für die Studie wurden 100 österreichische HR-Manager befragt. Grund dafür ist der Mangel an verfügbaren Spezialisten, um offene Stellen besetzen zu können. Gehaltserhöhungen sind aber keine Selbstverständlichkeit, die jedem in den Schoß fallen. Denn ob der Arbeitgeber der Erhöhung zustimmt, hängt von Faktoren wie Professionalität und Bereitschaft zur Teamarbeit ab. „Die österreichischen Unternehmen honorieren durchaus die Unternehmenstreue ihrer Mitarbeiter. Wie gut ein Arbeitnehmer im Team kooperiert, seine Leistungs- und Lernbereitschaft und seine Bereitschaft, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen sind jedoch stärkere Treiber für mehr Gehalt“, sagt Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half.

Gehaltserhöhung: Darauf kommt es an

Umfrage Faktoren Gehaltserhoehung

5 Tipps für die Gehaltsverhandlung

Langjährige Mitarbeiter und jene, die auf eine Gehaltserhöhung warten, müssen für mehr Geld aber selbst aktiv werden, die Verhandlung optimal vorbereiten und mit guten Argumenten nach mehr Gehalt fragen.

  1. Vom richtigen Zeitpunkt: Den Vorgesetzten nicht mit der Forderung nach mehr Geld überraschen, sondern einen Termin für den Wunsch nach Gehaltserhöhung vereinbaren. Im Vorfeld sollte man ankündigen, dass es dabei um das Gehalt gehen wird. Die Frage nach mehr Geld stellt man am besten nach kleinen Erfolgen: Ein abgeschlossenes Projekt, erfolgreiche Neukundenakquise oder ähnliche Pluspunkte helfen bei der Verhandlung.
  2. Gute Vorbereitung ist alles: Vor dem Termin beim Chef sammelt man Argumente für die Verhandlung. Warum sollte der Arbeitgeber mehr bezahlen als aktuell? Mit welchen Erfolgen hat man sich mehr Geld verdient?
  3. Wer bekommt was? Einen kleinen Vorsprung verschafft man sich, indem man sich über branchenübliche Gehälter informiert: Auf Bewertungsportalen, in Stellenanzeigen für gleiche Positionen oder Gehaltsübersichten online.
  4. Alternativen suchen: Laut Arbeitgeber ist nicht mehr Geld drin – mit leeren Händen muss man trotzdem nicht aus dem Chefbüro trotten: Vielleicht finden sich Alternativen, die beide Seiten zufrieden stellen: Zuschüsse zur Weiterbildung, extra Urlaubstage oder ein Firmenwagen zur Privatnutzung.
  5. Haltung bewahren: Auch wenn das Gespräch nicht so gut läuft wie erwünscht und derzeit keine Gehaltserhöhung drin ist: Keinesfalls in die Rolle des Erpressers rutschen („Dann kündige ich eben!“) oder unprofessionell werden. Mit einer offenen Frage kann man die Führungskraft aber daran erinnern, dass das Thema noch nicht vom Tisch ist: „Wann können wir das nächste Mal über das Thema Gehalt sprechen?“

Bildnachweis: ideldesign / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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