Mehr Gehalt für alle! Vergütungsreport für Fach- und Führungskräfte

von in Gehalt am Montag, 11. Juli 2016 um 10:26

Good News: In Österreichs Unternehmen gibt es heuer mehr Gehalt! Fach- und Führungskräfte können sich auf ein Plus von mindestens 2 Prozent freuen. Der Kienbaum Vergütungsreport hat sich angesehen, warum es sich noch immer auszahlt zu promovieren, wer die dicksten Firmenautos fährt und wo die besten Boni fließen.

Fach- und Führungskräfte verdienen heuer deutlich mehr: Zwischen 2,0 und 4,1 Prozent liegt die Steigerungsrate bei den Löhnen in Österreich – das hat Kienbaum bei einer Studie herausgefunden. Für die Vergütungsreports Führungskräfte in Österreich und Spezialisten & Fachkräfte in Österreich hat Kienbaum die Daten von über 5.000 Mitarbeitern aus knapp 300 Unternehmen erhoben und analysiert.

Gut zu wissen:

  • Geschäftsführer verdienen fast 300.000 Euro im Jahr
  • Bereichsleiter erhalten halb so viel Bonus wie Geschäftsführer
  • Berufseinsteiger mit Promotion verdienen am meisten

Am meisten freuen können sich Gruppen-/Teamleiter: Im Vergleich zum Vorjahr steigen sie mit 4,1 Prozent mehr am Gehaltszettel am besten aus. Experten und Geschäftsführer hingegen müssen sich mit einem Plus von 2,9 Prozent zufriedengeben. Trotzdem bleiben Geschäftsführer an der Spitze, was das Gehalt betrifft – mit einem Schnitt von 295.000 Euro im Jahr. Nach einigem Abstand folgen Bereichsleiter (179.000 Euro im Durchschnitt jährlich), Abteilungsleiter (124.000 Euro) und Teamleiter (92.000 Euro). Das Jahresgehalt von österreichischen Spezialisten beträgt im Schnitt 59.000 Euro und Sachbearbeitern verdienen 42.000 Euro.

Auch was Boni betrifft bleibt diese Hierarchieordnung ausschlaggebend: Geschäftsführer bekommen mit 80.000 Euro mehr als doppelt so viel variabler Vergütung wie die darunterliegende Hierarchieebene der Bereichsleiter.

Höherer Abschluss – höheres Gehalt

Ein Doktor zahlt sich tatsächlich aus – geht man nach den Studienergebnissen, verdienen Berufseinsteiger mit Promotion (im Schnitt 46.200 Euro jährlich) doch deutlich mehr als ihre Kollegen mit Master- oder Diplomabschluss an einer Universität (40.300). Letzteren vergleichbar bleibt das Einstiegsgehalt der FH-Absolventen. Ein klarer Sprung nach unten zum Bachelor ist auch erkennbar – um rund 5.000 Euro weniger steigt man mit dem Bachelor (FH und Uni) in den Beruf ein.

Firmenwagen: 60.000 Euro ist Standard

Ganze 98 Prozent der Geschäftsführer, die für die Studie analysierten wurden, fahren einen Firmenwagen, der durchschnittlich 60.000 Euro in der Anschaffung kostet. Auch 83 Prozent der Bereichsleiter kommen in den Genuss dieses Benefits, allerdings „nur“ für Firmenwägen die im Schnitt 45.000 Euro wert sind. Je weiter man sich die Hierarchieebene nach unten bewegt, umso geringer fällt auch die Firmenautodichte aus: Noch jeder zweite Abteilungsleiter, jedoch lediglich jeder vierte Teamleiter bekommt ein Auto vom Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Die fetten Jahre kommen wieder

Die Krisenstimmung in den österreichischen Unternehmen scheint langsam zu schwinden – eine Vorwärtsbewegung zeichnet sich ab. „Gerade wegen der Herausforderungen durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung investieren die Firmen verstärkt in qualifizierte Mitarbeiter – sowohl um diese vom Markt zu rekrutieren, als auch um sie zu binden und weiterzubilden“, meint Studienleiter und Vergütungsexperte Alfred Berger von Kienbaum in Wien.

Infografik zum Vergütungsreport

Infografik Gehalt Fach- und Führungskräfte

Bildnachweis: Pavel Yavnik / Shutterstock; Kienbaum

Tanja Karlsböck

Tanja Karlsböck verfasst Blogposts rund umʼs Arbeitsleben, denn Schreiben ist ihre liebste Kulturtechnik.

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