Gehalt 2012 – Forschung und Entwicklung: Krisensicher und immer besser bezahlt

von in Arbeitsmarkt, Gehalt am Montag, 16. Juli 2012 um 10:42

Wer verdient was? Diese Frage beantwortet auch heute wieder C2X-Gehaltsexperte Bruno Gangel für die zweite große karriere.at-Gehaltsserie. Diesmal im Visier des Experten: die Berufsfelder Technik und Entwicklung. Gangel erklärt, weshalb diese Jobs krisensicher sind und wovon das individuelle Gehalt letztendlich abhängt. Alle zwei Wochen wird hier im karriere.at-blog eine zusätzliche Gehaltssituation erörtert. Das nächste Mal sind Administration und Organisation an der Reihe.

Österreich, Land der Erfinder und Techniker

Bruno Gangel, C2X

Bruno Gangel, C2X

„Österreich ist historisch mehr ein Land der Erfinder und Techniker als der Marketing- und Verkaufsspezialisten. Egal ob Nähmaschine oder Schiffsschraube – die Erfinder kennt man weltweit, aber marktrelevante Unternehmen konnten diese klugen Köpfe nicht schaffen“, erklärt Gangel. Bis heute ist die produzierende Wirtschaft hierzulande von mittleren Unternehmen geprägt, und selbst unsere Großkonzerne sind mit wenigen Ausnahmen international meistens doch nur „kleine Große“, so der Gehaltsexperte weiter. Vielleicht sei gerade diese Struktur ein wesentlicher Grund, dass sich die Einkommen im technischen Bereich als sehr krisenresistent erweisen und mäßig, aber regelmäßig steigen.

Qualität und Komplexität bringt am meisten Gehalt

Die Gehaltshöhe ist dabei weniger von der Firmengröße abhängig, sondern von der Qualität und Komplexität der Produktion bzw. der Produkte. „Wer also in diesem Fachbereich einen Job sucht, der sollte auf Exportanteil, Einzigartigkeit und Komplexität der Produkte achten – das sollten gute Indikatoren sein, um erfolgreichere und damit auch besser zahlende Arbeitgeber zu identifizieren.“

Alle Gehaltsangaben gibt es auch als PDF zum Ausdrucken.

Nicht einmal jeder Zweite bekommt eine Prämie

Technische Positionen sind in der Regel Teil des unternehmensweit gültigen variablen Gehaltsmodells. Nur Firmen mit modernen Personalinstrumenten haben für die Technik eigene Zielmodelle. Insgesamt hat somit nicht einmal die Hälfte der Funktionen eine erfolgsabhängige Entlohnung, der Anteil am Gesamteinkommen liegt bei 10 bis 15 %. Bei einer ausgesprochenen Spezialistenaufgabe kann der variable Anteil in Einzelfällen auch höher ein. Weitere Nebenleistungen gibt es nach Bedarf (z. B. Dienstwagen) oder im Rahmen der allgemeinen Firmenpolitik (Kantine etc.).

In der Serie Gehalt 2012 bisher erschienen:

Finanz- und Rechnungswesen: Boom-Branche am Arbeitsmarkt

„Wir jammern auf hohem Niveau“

Fotonachweis: Colourbox, C2X

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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