Gehalt 2011 – Finanz- und Rechnungswesen: Money, Money, Money…

von in Arbeitsmarkt, Gehalt am Montag, 23. Mai 2011 um 11:52

Sie jonglieren mit Zahlen, suchen nach den fehlenden Cents und behalten in den weitläufigsten Zahlenwüsten problemlos die Orientierung: Buchhalter, Kostenrechner, Controller. Und: Sie gehören seit Jahren zu den heißesten Aktien auf dem Arbeitsmarkt. Doch schlägt sich das auch auf den Gehaltszetteln der Spezialisten in Finanz- und Rechnungswesen nieder? C2X-Gehaltsexperte Bruno Gangel gibt einen Gehalts-Überblick.

Schon seit Jahren zählen Funktionen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen zu den begehrtesten auf dem Arbeitsmarkt. Auch wenn es viele Arbeitnehmer in diesen Aufgaben gibt, ist der Bedarf der Unternehmen dennoch weiter vorhanden.

Drei Gründe seien dafür ausschlaggebend, analyisiert Gehaltsforscher Gangel:

  • Die Vorschriften für Buchführung und Rechnungsabschluss, werden nicht weniger, sondern mehr.
  • Die Mobilität der Angehörigen dieser Berufsgruppe ist vergleichsweise schwächer ausgeprägt. „Es kann schon schwierig sein, einen Buchhalter quer über die Donau in Wien besetzen zu müssen. Im Ergebnis gibt es einen Überschuss in einer Region und einen Mangel in einer anderen“, betont der Experte.
  • Die Vielzahl und Diversität der modernen Instrumentarien: Moderne EDV-Buchhaltungssysteme (BMD, Lexware, SAP, Navision u.a.) oder aber auch internationale Bilanzierungsrichtlinein (z.B. IFRS) beherrscht nicht annähernd jeder Mitarbeiter, obwohl diese Tools immer stärker gefragt seien, so Gangel.
Bruno Gangel, C2X

Bruno Gangel, C2X

Will man als Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen gut verdienen, seien mehrere Faktoren ausschlaggebend. Gangel: „Das Geheimnis eines Top-Gehalts liegt in der Beherrschung der richtigen Tools, konzernsicheres Beherrschen von Englisch als Fremdsprache, Bereitschaft zur Mobilität in andere Regionen und: Ständige Weiterbildung. Natürlich spielt aber auch Größe und Internationalität des Unternehmens eine ganz wichtige Rolle. Im Endergebnis kann das alles eine Gehaltsverdoppelung bedeuten.“

Finanz-Jobs: Auch Mittelstand attraktiv

Dennoch bestehe keine Gefahr, dass ausschließlich Großkonzerne aufgrund besserer Verdienstmöglichkeiten ausreichend qualifizierte Bewerber finden: „Der Job dort unterliegt ganz anderen Kriterien und Herausforderungen, kurz gesagt: Stress! Für die eigenen Work-Life-Balance ist oftmals das krisensichere mittelständische Unternehmen ums Eck, das einem Freizeit für Familie, Heim und Hobby lässt, doch die bessere Entscheidung“, betont Gehaltsexperte Gangel.

Finanz- und Rechnungswesen – Die Gehälter im Überblick:

Prämien: Nur jeder Vierte

Prämien und Bonuszahlungen werden im Finanz- und Rechnungswesen überlicherweise im Rahmen von unternehmensweit gültigen Modellen gezahlt. Erfolgsabhängige Prämien gibt es allerdings nur für „ein Viertel bis ein Drittel“ aller Positionsinhaber, rechnet Gangelt. Bei Spezialistenfunktionen (Controlling, Treasury und ähnliches) sowie Führungsaufgaben steigt dieser Anteil dann bis auf etwa 50 Prozent.

Die Höhe der Prämien liegt zwischen einem Monatsgehalt und maximal 20 Prozent des Jahreseinkommens.

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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