Gehalt 2013 – Produktion: „Jeder muss für sich entscheiden“

von in Gehalt am Dienstag, 30. Juli 2013 um 10:07

Die dritte große karriere.at-Gehaltsserie ist in vollem Gange(l). Diesmal im Visier von dem Gehaltsexperten Bruno Gangel: Die Produktion. Eines sei gleich vorweg verraten: Auf die Größe kommt es an! In zwei Wochen an dieser Stelle im Blog: Administration und Organisation.

„Geht erstaunlich gut“

„Sie können es schon wieder! Produktionsbetriebe tuckern mit der Stabilität eines Schiffsdieselmotors durch die Krise. Es gibt wenig bis gar nichts an Gehaltszuwachs, das aber regelmäßig. Insgesamt geht es dem produzierenden Sektor auch weiterhin erstaunlich gut, sodass das allgemeine Jobrisiko beherrschbar scheint“, beschreibt C2X-Gehaltsexperte Bruno Gangel den Status Quo.

Jobzufriedenheit oder hohe Gehälter

In der Produktion gibt es, so Gangel, einen Einkommensunterschied zwischen (internationalen) Großbetrieben und Klein- und Mittelbetrieben. Aber auch hohe Produktionstiefe und/oder -komplexität zusammen mit der bestmöglichen Ausbildung hat einen Gehaltsvorteil. Hingegen bringt die Lehre in einem KMU, in dem man dann auch sein ganzes Berufsleben bleibt, zwar oft hohe Jobzufriedenheit, aber auch oft deutlich niedrigere Gehälter. „Während also große Firmen besser zahlen, sind bei den KMUs Arbeitszufriedenheit, Eigenverantwortung und Gestaltungsmöglichkeit besser, das muss jeder für sich entscheiden!“ so Gangel.

Weiterbildung, Sprachkenntnisse und Mobilität

„Innerhalb der einzelnen Positionen macht gute Ausbildung keinen so deutlichen Unterschied aus, diese ist aber die Voraussetzung für die Übernahme von Spezialaufgaben oder einem Sprung in eine bessere (höhere) Funktion. Wenn Sie sich also spezifisch weiterbilden (Mitarbeiterführung, Organisationsfähigkeiten oder kaufmännische Kenntnisse), Englisch beherrschen und international mobil sind, dann sind Sie auf dem Arbeitsmarkt wirklich gefragt!“

 Die Gehaltsangaben im Überblick

gehalts_produktion

Die Gehaltsangabe gibt es natürlich wieder zum praktischen Download.

Prämien selten über 15 Prozent

Variable Gehaltsanteile gibt es, so der Gehaltsexperte, meistens als Einmal- oder Jahresprämien. „Firmen mit moderner Gehaltspolitik knüpfen aber auch Gehälter von Spezialisten und Führungskräften an Produktionsziele, insbesondere Mengen, Qualität und Zeitplan. Trotzdem liegt der Anteil der Prämien selten über 10 bis 15 % vom Jahresbrutto. Weitere Nebenleistungen gibt es dann, wenn es das Unternehmen allgemein so vorsieht (wie zB. Werksküche) oder bei Bedarf (Dienstwagen).“

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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