Gehalt 2012 – Produktion: Ausbildung und Unternehmensgröße zählen

von in Gehalt am Montag, 10. September 2012 um 10:23

Wer verdient was? Welche Branchen sind Gewinner, welche Verlierer? Antworten auf diese und viele weitere Fragen weiß auch diesmal wieder C2X-Gehaltsexperte Bruno Gangel, der für die zweite große karriere.at-Gehaltsserie insgesamt neun Berufsgruppen hinsichtlich der Gehaltsentwicklung unter die Lupe nimmt. Heute dreht sich alles um die Produktion: einen Bereich der – was Gehälter betrifft – ein zweigeteilter ist. In zwei Wochen an dieser Stelle: Human Resources.

Sicherheit statt großer Boost

Bruno Gangel, C2X

Bruno Gangel, C2X

„Die Gehaltsentwicklung für MitarbeiterInnen im Bereich Technik ist traditionell ziemlich stabil: Es gab selten besondere Sprünge, auch weil variable Anteile wenig verbreitet sind. Das gibt zwar nicht den großen Boost, schafft aber Sicherheit“, erklärt Gangel. Nur die Auslastung der Produktion und damit die Beschäftigungsziffer bleibe ein Restrisiko. „Generell sind Einkommen im Bereich Produktion stark von den Kriterien Ausbildung und Unternehmensgröße bestimmt: Hohe Produktionstiefe und/oder -komplexität sowie die bestmögliche Ausbildung bedeuten deutlich höhere Gehälter. Hingegen bringt die Lehre in einem KMU, in dem man dann auch sein ganzes Berufsleben bleibt, zwar oft hohe Jobzufriedenheit, aber auch oft deutlich niedrigere Gehälter als in den Tabellen hier.“

Aus- und Weiterbildung sind das A und O

Wie bei vielen anderen Aufgaben gilt auch in der Produktion: Aus- und Weiterbildung ist alles! „Wer auf dem Stand der Zeit bleibt und moderne Instrumente und Verfahren beherrscht, fährt nicht nur finanziell besser, sondern sichert auch seinen Arbeitsplatz ab“, erklärt der Gehaltsexperte weiter. „Dabei zählt nicht nur technisch-fachliche Weiterbildung, sondern auch die Abrundung durch andere Themen: Mitarbeiterführung ist hier z.B. genauso wichtig wie Projektmanagement, organisatorische Ansätze (KVP zum Beispiel) oder auch ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund.“ Insgesamt bleibt, so Gangel, dieser Bereich ein interessantes und stabiles Betätigungsfeld, vor allem für gut ausgebildete TechnikerInnen mit Fremdsprachenkenntnissen, offener Persönlichkeit und (internationaler) Mobilität.

 


Alle Gehaltsangaben gibt es auch als PDF zum Download.

Prämien selten über 10 bis 15 Prozent vom Jahresbrutto

Variable Gehaltsanteile gibt es meistens als Einmal- oder Jahresprämien. Firmen mit moderner Gehaltspolitik knüpfen aber auch Gehälter von Spezialisten und Führungskräften an Produktionsziele, insbesondere Mengen, Qualität und Zeitplan. Trotzdem liegt der Anteil der Prämien selten über 10 bis 15 Prozent vom Jahresbrutto. Weitere Nebenleistungen gibt es dann, wenn es das Unternehmen allgemein so vorsieht (wie z.B. Werksküche) oder bei Bedarf (Dienstwagen).

In der Serie Gehalt 2012 bisher erschienen:

Marketing: Das Rennen um den besten Deal

IT: Wer am Ball bleibt, verdient gut

Sekretariat und Assistenz: „Niedrigere Gehälter als noch vor ein paar Jahren“

Forschung und Entwicklung: Krisensicher und immer besser bezahlt

Finanz- und Rechnungswesen: Boom-Branche am Arbeitsmarkt

Gehalt 2012 – „Wir jammern auf hohem Niveau“

Bildnachweis: Colourbox, C2X

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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