Gehalt 2012 – Human Resources: Hoher Druck aber oft wenig Commitment

von in Gehalt am Dienstag, 25. September 2012 um 11:07

Wer verdient was? Welche Branchen sind Gewinner, welche Verlierer? Antworten auf diese und viele weitere Fragen weiß auch diesmal wieder C2X-Gehaltsexperte Bruno Gangel, der für die zweite große karriere.at-Gehaltsserie insgesamt neun Berufsgruppen hinsichtlich der Gehaltsentwicklung unter die Lupe nimmt. Heute dreht sich alles um das Thema Human Resources: Die Personaler, so das Fazit des Experten, haben es nicht leicht. In zwei Wochen an dieser Stelle: Einkauf & Logistik.

Personaler haben es nicht leicht

Bruno Gangel, C2X

Bruno Gangel, C2X

„Die Beschäftigten im Bereich Personal haben es nicht leicht“, so Gangel. „Verantwortlich für das Recruiting der besten Leute in allen Fachbereichen, für das optimal motivierende Gehaltsmodell und für die jeweilige Karriereentwicklung, wird der Bereich doch noch immer sehr häufig als reiner Verwaltungs- und Abrechnungsbereich verstanden, dem Finanzbereich eingegliedert oder als ,sozialromantisches Kuschelcenter‘  interpretiert.“

HR-Funktionen generell unter Druck

In jedem Fall sei die Einkommenssituation je nach internem Verständnis stark unterschiedlich. „Leider reagiert sowohl die Einkommensentwicklung als auch die Beschäftigtenzahl im Bereich HR stark auf konjunkturelle Einbrüche. Gerade große internationale Konzerne zeigen, dass Jobsicherheit nicht erste Priorität hat.“ In der fortdauernden Krise seien HR-Funktionen zudem generell unter Druck. „Nur KMUs, die personell knapper besetzt sind, schaffen hier Konstanz, sind aber auch in den Personalinstrumenten weniger gut entwickelt: Das heißt mehr Personalverwaltung und -verrechnung, weniger Personalentwicklung und Total Compensation.“

Alle Gehaltsangaben gibt es auch als PDF zum Download.

Je höher oder spezialisierter die Funktion, desto höhrer der variable Anteil

„Personalfunktionen sind meist bereits gut integriert in variable Gehaltsmodelle. Üblich ist eine Relation von  90 % fix zu 10 % variabel, aber es gibt in internationalen Konzernen auch 80:20 Modelle. Generell gilt: Je höher oder je spezialisierter die Funktion, desto höher der variable Anteil.“ KMUs arbeiten, so Gangel, hingegen oft mit Einmal- oder Jahresprämien, und in sehr konservativen Unternehmen kann auch ein reines Fixgehalt bestehen. „Weitere Nebenleistungen gibt es dann, wenn es das Unternehmen allgemein so vorsieht oder konkreter Bedarf dafür besteht (Dienstwagen).“

In der Serie Gehalt 2012 bisher erschienen:

Produktion: Ausbildung und Unternehmensgröße zählen

Marketing: Das Rennen um den besten Deal

IT: Wer am Ball bleibt, verdient gut

Sekretariat und Assistenz: „Niedrigere Gehälter als noch vor ein paar Jahren“

Forschung und Entwicklung: Krisensicher und immer besser bezahlt

Finanz- und Rechnungswesen: Boom-Branche am Arbeitsmarkt

Gehalt 2012 – „Wir jammern auf hohem Niveau“

Bildnachweis: Colourbox, C2X

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren