Future of Work 2013 – „Die Arbeit muss sich den Menschen anpassen“

von in Arbeitsleben, HR, Social am Donnerstag, 6. Juni 2013 um 12:28

„Die Zeit unter der Dusche ist für mich die beste Zeit für Ideen – aber zählt dies zur Arbeitszeit?“, eröffnete Franz Kühmayer, Geschäftsführer der Kühmayer Schilling Managementberatung, gestern in Wien das Future of Work Symposium 2013 mit karriere.at als Kooperationspartner. Die Welt ist im Wandel und mit ihr freilich auch die Arbeitswelt. Flexible Plätze, flexible Zeiten, flexibler Mensch. Klingt einfach, ist es aber nicht. So wenig wie es DIE eine Zukunft der Arbeit gibt, so wenig gibt es auch DIE richtig Antwort. Es gibt jedoch spannende Ansätze.

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Alte Heldengeschichten ziehen nicht mehr

Wo Focusarbeit stattfindet, ist nicht einfach zu beantworten sondern individuell verschieden. Alte Heldengeschichten à la: „Ich war gestern bis Mitternacht im Büro“ oder „Einen Tag Urlaub und hunderte E-Mails“ ziehen heute nicht mehr, so Kühmayer. Es geht um die Produktivität und diese ist schwer zu messen. Dennoch: Gefängnisse werden, so der Strategieberater, in Zukunft die einzigen Organisationen sein, die noch nach Zeit abrechnen.Vor allem der in HR-Welt sind die Veränderungen bereits jetzt spürbar.

Fluktuation wird zur Regel werden

So werden heute etwa in Bewerbungsgesprächen Dinge gefragt, die sich Bewerber früher nie getraut hätten. Etwa ob ein Sabbatical möglich ist oder man auch mal von zu Hause aus arbeiten kann. Die Werte verändern sich, die High Potentials von heute aber auch jene von morgen wissen, dass sie sich ihre Arbeitgeber aussuchen können. Wird ein Job langweilig bzw. fehlt die Herausforderung, heißt es schnell: „Auf zu neuen Ufern“. Dass Fluktuation in Zukunft die Regel sein wird, macht den Fokus auf schnelle Einarbeitung und professionelles Offboarding-Management unverzichtbar.

Freude am Arbeitsplatz ist nicht dasselbe wie Spaß

Anneliese Breitner

Anneliese Breitner

„Die Mitarbeiter wollen Freude am Arbeitsplatz, dies ist aber nicht das selbe wie Spaß. Es geht darum, einen erfüllten Tag zu haben“, hebt Kühmayer hervor. Anneliese Breitner, Autorin von „Being Social“, definierte in ihrer Keynote unter anderem die neuen Werte in den Unternehmen und zeigte auf, wie diese durch Social Media sinnvoll nach Außen getragen werden können. „Das Engagement der Mitarbeiter, egal ob online oder offline, setzt voraus, dass sich diese persönlich gut behandelt fühlen, die eigene Arbeit als sinnvoll empfinden, sich in den Unternehmenswerten wiederfinden sowie für den Einsatz belohnt werden“, so Breitner. Arbeitgeberattraktivität stellte auch karriere.at-Geschäftsführer Klaus Hofbauer in den Fokus seines Vortrags. „Tu Gutes und rede darüber“, lautet die Kernbotschaft.

Jeder Arbeitsplatz sollte ein Unikat sein

Patrick Sauerwein, Product Manager von matrix 42 AG, betonte, dass Technik so sein müsse, dass die Menschen so arbeiten können, wie sie wollen. „Die Technologiezyklen werden immer schneller und stärker und verändern auch die Arbeitswelt merklich. Jeder Mensch ist jedoch ein Unikat und entsprechend sollte es auch der Arbeitsplatz eines Menschen sein“.

Bildergalerie Future of Work 2013

Hier ein paar Eindrücke des Symposium:

Bildnachweis: Stokkete / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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