Belastbarkeit löst Wahrhaftigkeit als wichtigste Führungskompetenz ab

von in HR am Mittwoch, 5. Juni 2013 um 09:37

Führungskräfte sollen vieles sein: Vorbilder etwa oder Kommunikatoren. Sie sollen aber auch Entscheidungen treffen, die einzelnen Mitarbeiter fördern und, und, und. Generell wird Führung in Zukunft anspruchsvoller und komplexer. Die Veränderung hat jedoch bereits eingesetzt. Denn wie eine aktuelle Studie zeigt, hat sich die Bedeutung der Führungskompetenzen seit dem Jahr 2003 eindeutig verändert.

Schwierige Fühungssituationen sind Alltag

fuerhungskompetenzen_2003„Welche Kompetenzen sind für eine Führungskraft besonders wichtig?“ Diese Frage stellte die Deutsche Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft im Jahr 2003 insgesamt 267 Führungskräften. Sie durften je fünf von 17 Kompetenzen auswählen. Die Antworten damals ergaben folgende Reihung: Auf Platz Eins die Wahrhaftigkeit (62,2 Prozent) gefolgt von Begeisterungsfähigkeit (58,8 Prozent) und Belastbarkeit (58,1 Prozent). Schwierige Führungssituationen sind mittlerweile Alltag geworden – schuld daran sind unter anderem Finanz-, Wirtschafts- und Bankenkrisen.

Begeisterungsfähigkeit fällt weit zurück

fuehrungskompetenzen_2013Wie sieht also die Bedeutung der Führungskompetenzen heute aus? Diese Frage stellte die Fachhochschule Wiener Neustadt in einer Wiederholung der deutschen Studie. 57 Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen wurden nach derselben Methode wie 2003 befragt – und es zeigt sich: Die Belastbarkeit liegt mit 77,2 Prozent Zustimmung eindeutig auf Platz Eins und hat somit die Wahrhaftigkeit verdrängt. Weiters fällt auf, dass die Begeisterungsfähigkeit vom zweiten Platz im Jahr 2003 dramatisch abgesunken ist und zwar auf den sechsten Platz.

Die neuen Schlüssel zum Erfolg

Kreativität (47,4 Prozent), Mut (42,1 Prozent) und Durchsetzungskraft (40,4 Prozent) sind, so scheint es, die neuen Must-Haves. „Die gute Führungskraft zeichnet sich heute vor allem durch Belastbarkeit und Glaubwürdigkeit aus“, fasst Peter Heimerl, Leiter des Studiengangs „Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung“ zusammen.  Übrigens: Sehr spannend ist das Detailergebnis, dass männlichen Befragten die Kreativität wichtiger scheint als weiblichen. Frauen halten Fachkompetenz demnach für wichtiger.

 

Bildnachweis: ollyy / Quelle Shutterstock, fhwn

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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