Die Arbeitswelt der Frau S. – Frühlingslust statt Arbeitsfrust

von in Arbeitsleben am Montag, 16. April 2012 um 08:55

Der Frust mit der Lust. Was tun, wenn die Arbeitslust plötzlich flöten gegangen ist. Gerade noch hier gewesen, schon scheint sie für immer auf und davon. Wer kennt das nicht? Alles andere scheint auf einmal wichtiger und interessanter zu sein. Man drückt sich gerne mal vor neuen Aufgaben, bestehende werden alles andere als mit bestem Wissen und Gewissen erledigt. Sie werden eben gemacht, weil es sein muss. Das Gute an solchen Phasen? Sie gehen zum Glück wieder vorbei! Eine weitere Gastkolumne aus der Reihe: Die Arbeitswelt der Frau S.

Eine Gastkolumne von Sandra Gortva

Wenn die Natur erwacht und man selbst schon fast ins Koma fällt

Manchmal fragt man sich, wo sind sie hin die guten Zeiten, als man sich freute aufzustehen? Etwas anzupacken und in der Arbeit eine Menge voran zu bringen. Anstatt sich genüsslich zu strecken und den Tag mit viel Power zu beginnen, lässt man den Wecker weiter klingeln. Der Weg zur Arbeit wird auf einmal zum täglichen Martyrium. Nur die Wochenenden scheinen einen noch am Leben zu erhalten. Kein Grund zur Panik! Solche Phasen sind normal. Vor allem, wenn der Frühling sich einstellt. Bei vielen von uns setzt dann die bekannte Frühjahrsmüdigkeit ein. Gearbeitet wird hier schon gerne mal nur noch im Halbschlaf. Der Köper lässt einem da im wahrsten Sinne des Wortes hängen. Viel frische Luft, Obst oder auch Unmengen an Kaffee können hier noch eventuell das Schlimmste verhindern.

Wohin mit der Energie? Überall hin, nur nicht in die Arbeit!

Aber auch bei denjenigen, die nicht von dieser unerträglichen Müdigkeit betroffen sind, kann sich Arbeitslust-Mangel einstellen. Sie strotzen zwar regelrecht vor Energie, allerdings haben sie ebenfalls keine Lust diese am Arbeitsplatz umzusetzen, sondern ganz wo anders. Es zieht sie nach draußen. Sie wollen etwas unternehmen, unter Leute kommen. Arbeit scheint hier einfach nur störend zu sein. Die einzige Bewegung die noch mit Motivation betrieben wird, ist der Blick auf die Uhr. Wenn diesen Personen auch noch Frühlingsgefühle der besonderen Art in sich entdecken, dann ist es kein Wunder, dass die Arbeit nur mehr sekundär erscheint. Auch mit diesen Kollegen muss man jetzt besonders viel Geduld haben.

Tipps und Tricks gegen die Arbeitsunlust

Was, wenn man jetzt aber selber betroffen ist? Im Endeffekt hilft eigentlich nichts wirklich, denn letztendlich gehört die Arbeit nun mal gemacht. Wenn man Glück hat, sind noch ein paar Überstunden oder Urlaubstage offen und verbringt so mehr Zeit außerhalb der Arbeit. Für all jene, die sich diesen Luxus nicht leisten können, heißt es: Augen zu und durch. Nun ja, vielmehr lieber Augen auf und sich besondere Arbeitstechniken einfallen lassen.Vor allem vergeht die Zeit bis zum Feierabend auch immer schneller, je mehr man zu tun hat. Eine scheinbar total verkehrte Ansichtsweise, die aber dann doch schon ihre Berechtigung und Wirkung hat. Also anstatt abzuwarten und sich vor der Arbeit zu verstecken, könnte man ebenso gut das Gegenteil machen. Sich regelrecht mit Arbeit überhäufen. Wenn das nicht hilft, kann man sich auch die Arbeit in verschiedene kleine oder große Schritte aufteilen. Für jede erledigte Aufgabe gibt es dann jeweils eine kleine Belohnung. Die kann ganz individuell gestaltet sein. Eine kleine Pause einlegen, kurz in die Sonne rausgehen oder sich etwas ganz Leckeres gönnen zum Beispiel. Einfach etwas machen, was einem Spaß macht und gut tut. Dennoch: Vorsicht mit Ablenkung! Da man ja derzeit besonders gefährdet ist, sollte man versuchen, Ablenkungen so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Wie in etwa nebenher Facebook, Nachrichtenportale oder sonstige Programme laufen zu lassen. Das verleitet einen noch mehr, die Finger von der Arbeit zu lassen bzw. verstärkt es oft das Gefühl ja gar keine Lust auf arbeiten zu haben.

Andauernder Arbeitsfrust?

Was aber tun, wenn man das Gefühl hat, weder zu der einen noch zu der anderen Gruppe zu gehören? Es einem viel mehr scheint, als ob diese Phase schon viel zu lange anhält? Hier sollte man sich dann doch eventuell einmal überlegen, ob man überhaupt noch den richtigen Job macht. Was in diesem Fall zu tun ist, kann man entweder jetzt schon bei karriere.at nachlesen, oder in einer der nächsten Gastkolumnen. Bis dahin wünsche ich ein schönen Frühling! Weitere Tipps und Tricks um gegen die Arbeitslust anzukämpfen, werden gerne angenommen. Einfach unten im Kommentarfeld posten, Eure Frau S.

Über die Autorin:

Man könnte mich als Globetrotterin der Arbeitswelt bezeichnen. Die verschiedensten Wege bin ich bereits gegangen und unterschiedlichste Jobs sowie Job-Positionen haben meine berufliche Reise geprägt. Manch einer wird sich deswegen bestimmt in der einen oder anderen Geschichte wiederfinden. Wenn nicht, dann vielleicht zumindest den einen oder anderen Tipp und Trick für seinen Weg mitnehmen können. Die Welt der Arbeit mal von verschiedenen Seiten beleuchtet. Mittendrin und voll dabei lautet bei mir das Motto (auch in meinem Blog: santown’s blog). Viel Spaß beim Eintauchen in die Arbeitswelt der Frau S.!

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Redaktion

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