Online Bewerbung: Keine Angst vor dem Freitextfeld!

von in Bewerbung, Jobsuche am Donnerstag, 29. Januar 2015 um 11:29

Bewerbungsformulare auf Karrierewebsiten sind praktisch und verleiten dazu, schnell alles auszufüllen. Es geht aber nicht nur um harte Fakten und Daten. Im Freitextfeld müssen sich Bewerber genauso gut präsentieren wie in einem klassischen Anschreiben. Für die Bewerbung im Mini-Format steht dabei oft nicht viel Platz zur Verfügung.

Hilfe, Freitextfeld!

Im weißen Freitextfeld des Online-Bewerbungsformulars blinkt der Cursor erwartungsvoll. „Mehr über mich“, „Persönliches Statement“ oder ähnlich lauten die Überschriften für jenes Feld, in das man möglichst prägnant und kompakt seine Stärken packen soll. Freitextfelder gibt es in so gut wie jedem Online-Bewerbungsformular sowie in Jobprofilen und sozialen Netzwerken, die beruflich genutzt werden. Das weiße Feld hält viele Chancen bereit, sich als Bewerber gut zu präsentieren – oder seine Online-Bewerbung in den Sand zu setzen.

  • Was muss hinein?
    Für persönliche Daten wie Name, Adresse  und Telefonnummer sind meistens extra Felder vorgesehen. Einen Briefkopf bzw. Adresszeilen spart man sich deshalb.
  • Der gute Ton
    Das Freitextfeld ersetzt das klassische Motivationsschreiben, kommt deshalb aber nicht ohne höfliche Formulierung aus. Einen Gruß einzufügen („Sehr geehrte Damen und Herren“ bzw. eine personalisierte Anrede, falls man weiß, an wen die Bewerbung geht), schadet auf keinen Fall. Zum guten Ton gehört auch, den Text vor Versand auf Rechtschreibfehler zu überprüfen.
  • Individuellen Text formulieren
    Ein altes Anschreiben oder den kompletten Lebenslauf per copy & paste ins Freitextfeld zu befördern, das ist keine gute Idee. Der Lebenslauf wird ohnehin als pdf-Datei an die Online-Bewerbung angehängt oder, im Fall von Bewerberdatenbanken, extra ausgefüllt. Wer die Rubrik „Über mich“ mit einem 08/15-Text füllt, vergibt wertvolle Chancen. Online-Bewerbungen sind natürlich schnell und einfach, sollen aber nicht signalisieren, dass man sich mit der ausgeschriebenen Stelle überhaupt nicht richtig auseinandergesetzt hat und deshalb schnell irgendetwas ins Freitextfeld klopft. Für den Text sollte man sich deshalb genauso viel Mühe geben, wie für ein klassisches Anschreiben, das per pdf verschickt wird.
  • Kurz und bündig
    Lange Texte sind für das Freitextfeld üblicherweise nicht vorgesehen. Einige Online-Formulare setzen überhaupt ein Zeichenlimit und zwingen Bewerber so, sich möglichst kurz zu fassen. Es gilt also, seine Stärken und Qualifikationen möglichst kurz und prägnant zu formulieren: Warum soll sich der Arbeitgeber für mich entscheiden? Was macht mich so interessant, dass eine Einladung zum Jobinterview dabei herausschaut?
  • Schlüsselbegriffe verwenden
    Je größer der Arbeitgeber, desto mehr Bewerbungen erhält er. Die Vorsortierung der Online-Bewerbungen wird deshalb manchmal automatisiert: Maschinell werden die ausgefüllten Datenfelder nach bestimmten Suchbegriffen abgegrast. Absolvierte Ausbildungen, Managementpositionen und Kenntnisse (z.B. Computerprogramme, Sprachen, Programmierkenntnisse etc.) deshalb am besten als Fachbegriff anführen und nicht umschreiben. Auch wenn nicht maschinell gerastert wird, suchen HR-Manager in den Texten oft gezielt nach bestimmten Schlüsselbegriffen.

Bildnachweis: Ollyy / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren