Hohe Jobzufriedenheit unter Kreativen: Freelancer müsste man sein!

von in Arbeitsmarkt, HR, Jobsuche am Montag, 23. Juli 2012 um 10:02

75 Prozent der Arbeitnehmer im Kreativbereich sind laut einer aktuellen Designerdock-Umfrage mit ihrer Arbeitssituation zufrieden, am glücklichsten ist dabei die Gruppe der Freelancer. Welche Einflussfaktoren für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz verantwortlich sind und was einen Traumjob ausmacht, wurde ebenfalls abgefragt. Zwei interessante Ergebnisse gleich vorweg: Karriere machen zu wollen ist wieder „in“ und das Betriebsklima scheint wichtiger denn je.

Wirtschaftliche Stabilität scheint gegeben

Zur Umfrage: Rund 600 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der Umfrage der Personalberatung Designerdock teilgenommen. Erfreulich für Unternehmen und Teilnehmer ist die Tatsache, dass 75 Prozent der Arbeitnehmer zufrieden sind. Unzufrieden sind demnach 20 Prozent, sehr unzufrieden 4,5 Prozent. In diese Gruppe fallen freilich hauptsächlich die derzeit arbeitssuchenden Teilnehmer. Spannend ist hingegen, dass die Freelancer laut der Umfrage mit ihrer derzeitigen Situation am zufriedensten sind. Da sie die Berufsgruppe sind, die am stärksten den wirtschaftlichen Schwankungen unterlegen ist, zeugt dieses Ergebnis von einer gewissen Stabilität. „Die sehr hohe Zufriedenheit vieler Befragter mit ihrer aktuellen Arbeitssituation spiegelt die derzeitigen Marktverhältnisse wider“, erklärt Kristin Louis, Geschäftsführerin von Designerdock Berlin.

Arbeitsklima und spannende Tätigkeit

Neben dem Arbeitsklima – dieses wurde von mehr als 57 Prozent der Befragten als sehr wichtig eingestuft – sind für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ebenfalls die beiden Parameter „Interessantes Aufgabengebiet“ sowie „geregelte bzw. flexible Arbeitszeit“ wichtig. „Angesichts des Mangels an Fachkräften für die Branche sind Agenturen und Unternehmen offensichtlich bemüht, eine gute Atmosphäre am Arbeitsplatz sowie gute Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen“, ortet Louis ein Reagieren auf die Wünsche der Arbeitnehmer. Vielleicht sei dies auch ein erstes Zeichen, dass sich Investitionen in das eigene Employer Branding auszahlen und man erkannt hat, wie wichtig es ist, gute Talente zu halten und zu fördern, so eine Interpretation von Designerdock. „Damit haben die verfügbaren Kandidaten die Möglichkeit, aus verschiedenen Angeboten zu wählen –  ein Zustand, der noch vor wenigen Jahren undenkbar war und der sich auf Grund der sich ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen voraussichtlich in absehbarer Zeit auch wieder verändern kann.“

Wie sieht der Traumjob aus?

Auch die Frage nach dem Traumjob wurde gestellt, die Antworten sind spannend: Für knapp 28 Prozent der Teilnehmer sind die Karrieremöglichkeiten das wichtigste Kriterium bei der Suche nach dem Traumjob, gefolgt von Reputation des Arbeitgebers (18 Prozent) sowie Weiterbildungsmaßnahmen (17 Prozent). „Die Leute wollen wieder Karriere machen und die Zeiten, in denen Karriere als ,unwürdig‘ galt, scheinen der Vergangenheit anzugehören“, erklärt Louis. In der Wunschliste ganz unten angesiedelt sind flexible Arbeitszeiten sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Studienautoren merken an dieser Stelle jedoch an, dass nur wenige Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben, Kinder haben.

Fotonachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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