Zeit ist Geld ist Flexibilität im Job

von in Arbeitsmarkt, HR am Mittwoch, 22. Januar 2014 um 11:29

Wer sie hat, weiß sie meist zu schätzen: Flexibilität im Job. Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Freiheit bei der Frage, wann und wo sie arbeiten. Auch Arbeitgeber sollten sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Denn wie eine aktuelle Regus-Studie zeigt, ist Flexibilität im Job aus mehreren Gründen bares Geld wert. Und wer wäre nicht gerne König?

Nicht nur theoretische Papier-Argumente

Argumente für die richtige Flexibilität am Arbeitsplatz gibt es viele: Die Steigerung von Motivation, Kreativität und auch Produktivität etwa, um nur drei Beispiele zu nennen. Dass dies nicht nur theoretisch Papier-Argumente für mehr Freiheit im Arbeitsalltag sind, wird durch Studien zum Thema immer wieder deutlich. Laut Regus würden so etwa 79 Prozent der österreichischen Berufstätigen einen  Job vorziehen, bei dem sie über Ort und Zeit des eigenen Arbeitens mitbestimmen dürften. Weiters ist die Mehrheit der Befragten davon überzeugt, dass flexible Arbeitsmodelle wichtige Anker sind, die Mitarbeiter an das Unternehmen binden helfen.

Neuer Manager „kostet“ 6000 Euro

RecruitingWeshalb flexibles Arbeiten sich auch für Arbeitgeber lohnt, wird vor allem durch eine Zahl deutlich: die Recruiting-Kosten eines neuen Mitarbeiters. Es wird geschätzt, dass ein Arbeitnehmer, der sein Unternehmen verlässt und für den Ersatz gesucht werden muss, rund 5600 Euro „kostet“. Handelt es sich dabei um einen Manager oder Fachexperten, so kosten der Verlust bzw. die Nachbesetzung demnach sogar 6000 Euro. In Anbetracht dieser Kosten sowie der erwarteten Personalentwicklung – Stichwort War for Talents – wird schnell klar, dass es für Unternehmen immer wichtiger wird, attraktive Stellen zu bieten. Und wie die Studie unter mehr als 20.000 Führungskräften in 95 Ländern eindeutig zeigt, sind flexible Arbeitsmodelle wichtige Tools dabei, Mitarbeiter zu binden und so auch Kosten zu sparen.

Job mit fixen Arbeitszeiten? Für die Mehrheit ein No-Go

Auch die weiteren Studienergebnisse sind als eindeutiger Appell für mehr Flexibilität zu verstehen. Hier einige Fakten aus der Befragung:

  • 71 Prozent der Führungskräfte gaben an, dass Flexibilität ein eindeutiger Anreiz für die Mitarbeiter sei.
  • Einen Job, der kein flexibles Arbeiten zulässt, würden 60 Prozent der Befragten gar nicht erst annehmen.
  • Die Möglichkeit, sich die eigene Arbeitszeit frei einzuteilen, hätte 43 Prozent länger in ihrem vorigen Job gehalten.

Win-Win Situation

Flexibilitaet„Für Unternehmen hat das Finden und Halten talentierter Mitarbeiter seit jeher Prioriät“, kommentiert Alisa Kapic von Regus. „Doch nicht alle Unternehmen können es sich leisten, hohe Boni oder ansprechende Gehälter zu zahlen und dabei wettbewerbsfähig zu bleiben. Gute Mitarbeiter sollten auch deswegen gehalten werden, um Kosten für Personalabteilungen und langwierige Einstellungsprozesse zu vermeiden. Durch flexible Arbeitsmodelle entstehen Firmen im Schnitt geringere Kosten als durch feste Arbeitszeiten und -orte. Mitarbeiter profitieren von zahlreichen Vorteilen, leiden weniger unter Stress und finden eine bessere Balance zwischen Berufs- und Privatleben. Berufstätige kennen diese Vorteile bereits und wählen ihren Arbeitsplatz gezielt nach diesen Gesichtspunkten aus.“

Bildnachweis: Sergey Nivens / Quelle Shutterstock,  ollyy / Quelle Shutterstock, Jirsak / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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