Fünf Fitness-Mythen unter der Lupe

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 21. Mai 2014 um 10:24

Der Sommer steht nicht vor der Tür, er ist quasi da. Und mit ihm kommt oft auch die Lust auf zwei Dinge: Die Lust auf Sport im Freien sowie der Wunsch, in der Sommergarderobe eine gute Figur zu machen. Der Weg zu mehr Fitness ist steinig und auch von einigen Mythen und Irrtümern gepflastert. Von einigen davon werden wir uns nun verabschieden:

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Sprichwörter zum Thema Sport gibt es genug. Und wer nicht gerade in der „Sport ist Mord“-Fraktion zu Hause ist, könnte nun etwas lernen. Denn Harald Pachner von „Greenfit Outdoor Fitness“ und Sportkardiologe Manfred Wonisch räumen mit insgesamt acht gängigen Fitness-Mythen auf.

Harald Pachner

Harald Pachner

Mythos 1 – DAS eine Fitness-Ideal: Wer seine Fitness steigern will, muss sich mehr anstrengen. So weit, so gut. Was genau dies bedeutet, ist jedoch für jeden Menschen bzw. Körper unterschiedlich. „Es gibt kein allgemein gültiges Ideal, deshalb sollte nicht eine bestimmte Zahl sondern der Spaß am Training im Vordergrund stehen. Für den Spaßfaktor benötigt man keine komplizierte Formel“, so Pachner. Egal ob in der Früh, der Mittagspause oder als After Work-Workout: Wie und vor allem welcher Sport der richtige ist, ist individuell verschieden.

Mythos 2 – Starke Muskeln brauchen schweres Gerät: Um Muskeln aufzubauen, braucht es nicht zwingend schweres Gerät in einem Fitnessstudio oder zu Hause. Wichtigstes Trainingsgerät ist, so Pachner, der eigene Körper – und den hat man praktischerweise immer dabei. „Für jede Übung gibt es verschiedene Varianten, so dass Hobbysportler genauso auf ihre Kosten kommen wie Profisportler.“

Mythos 3 – Sport ist immer gut: Klingt vielleicht befremdlich, aber ja: Sport ist nicht immer gesund. „Wer einfach drauf losläuft, kann sich mehr schaden als nützen, vor allem, wenn Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Nikotinsucht oder Übergewicht vorhanden sind“, rät Wonisch über 35-Jährigen, die neu oder erneut in den Sport einsteigen wollen, zu einer  sportmedizinischen Untersuchung vor dem Trainingsstart.

EntspannungspauseMythos 4 – Je öfter, desto besser: Auch beim Sport zählt die Qualität vor der Quantität. Denn der Körper muss sich nach einem intensiven Training regenerieren können – gerade zu Beginn des sommerlichen Sportprogrammes ist es wichtig, auf diese Ruhephasen zu achten. Ist man im Training, gewöhnt sich der Körper daran und füllt seine Energiespeicher dementsprechend großzügiger auf. „Wenn die Erholungsphase allerdings zu kurz ist, kann der Speicher nicht ausreichend aufgeladen werden“, empfiehlt Pachner Hobbysportlern zwei bis drei Trainingseinheiten in der Woche.

Mythos 5 – Sport hilft gegen Depressionen: Wer glaubt, dass Sport immer nur glücklich macht und zu mehr Gesundheit führt – auch psychischer -, der irrt. Wer es nämlich mit der Aktivität übertreibt, kann damit sogar Depressionen fördern. Vor allem gefährdet für weitere negative Folgen wie Schlafstörungen, Kraftlosigkeit oder Schmerzen sind jene Personen, die ihre Grenzen nicht akzeptieren.

Für den Sport gilt also wie für die Arbeit: Spitzenzeiten sind erlaubt, ebenso wie Stress. Auf das richtige Maß kommt es jedoch an, dann sind Bewegung sowie „Hirnjogging“ samt hohem Stresspegel auch nicht ungesund.

Bildnachweis: ayakovlevcom /Quelle Shutterstock, ollyy /Quelle Shutterstock, Greenfit

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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