Internetnutzung in Österreich: Arbeitgeberinfos sind gefragt

von in HR am Donnerstag, 5. März 2015 um 11:32

Immer mehr Österreicher, vor allem jüngere Generationen, nutzen das Internet täglich. Für Arbeitgeber auf der Suche nach Bewerbern ist vor allem interessant, wofür das Web genutzt wird. Ein aktueller IMAS-Report zeigt, dass das Internet zu einem großen Teil auch für die Beschaffung von Firmeninformationen genutzt wird. Ein Umstand, den sich Arbeitgeber zu Nutze machen sollten.

Digital löst analog ab

Quo vadis Wissen? Ein Blick in die Anlaufstelle Nummer Eins der Informationsbeschaffung – die Bibliothek – offenbart es schon seit Jahren: Informationen verlagern sich immer mehr vom analogen zum digitalen Informationsträger. Online-Lexikon statt Brockhaus im Regal, PC statt Zettelkatalog. Dieser Wandel macht auch vor der Arbeitswelt nicht Halt. Wer potenzielle Bewerber mit Informationen über sich versorgen möchte, wird mit einem gedruckten Folder zumindest reichweitenmäßig nicht weit kommen. Ein IMAS-Report zur Online-Nutzung offenbart jetzt: Neben E-Mails und Sozialen Netzwerken wird das Web zu einem großen Teil auch für die Recherche nach Firmeninformationen genutzt.

Online – es geht kaum ohne

Der IMAS Report zeigt deutlich einen Trend: Die Österreicher nutzen das Web immer stärker. Seit 2000 hat sich die tägliche Internetnutzung verdreifacht. Die Zahl der starken Social Media Nutzer hat sich in den letzten sieben Jahren sogar versiebenfacht. Nur 31 Prozent der Österreicher verweigern das Internet komplett und holen sich ihre Informationen ausschließlich aus dem Fernsehen, über Radio oder aus der Zeitung. Das hat allerdings auch damit zu tun, dass mehr als die Hälfte der Online-Verweigerer über 60 Jahre alt ist.

Arbeitgeberinfos suchen

Firmeninformationen im Netz, lohnt sich das?

Wer noch darüber nachdenkt, ob sich die Investition in eine eigene Karriere-Website auf Facebook, einen Kanal auf Twitter oder ein Firmenprofil auf Karriereseiten lohnt, sollte sich diese Zahlen zu Gemüte führen: Nutzten im Jahr 2008 nur drei Prozent das Web 2.0 intensiv, sind es aktuell bereits 21 Prozent. Von neun auf stolze 40 Prozent schnellte die Zahl jener, die Social Media wenigstens ab und zu benützen. Die Top 3 der meistgenutzten Medien über alle Altersgruppen gerechnet: Fernsehen, Radio, Internet. Erst danach folgen Printmedien.

Eine Kommunikationswelt – vier Usertypen

Österreichs Internetuser (und Nicht-User!) lassen sich nicht in einen Topf werfen. Vier Mediennutzertypen kristallisieren sich im IMAS-Report heraus.

  • Basis Internet Nutzer: 29 Prozent verwenden das Internet, sind aber nicht in Social Media Netzwerken unterwegs.
  • Moderate Social Media Nutzer: 18 Prozent surfen und arbeiten online, Social Media wird ab und zu genutzt.
  • Intensive Social Media Nutzer: 21 Prozent lesen, teilen, posten und liken häufig im Internet und Web 2.0. Mehr als die Hälfte dieser Intensivnutzer ist zwischen 14 und 29 Jahren alt.
  • Internet-Asketen: 31 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 14 Jahren verzichtet auf das Internet. Zur Informationsbeschaffung werden konventionelle Medien wie TV, Radio und Zeitungen genutzt. 60 Prozent dieser Usergruppe sind über 60 Jahre alt.

Nach Firmeninfos wird aktiv gesucht

Abgefragt wurde im Rahmen der Studie auch, wofür das Internet benutzt wird. 19 Optionen wurden den Befragten geboten, für Arbeitgeber besonders interessant: Platz 5.

  1. E-Mails
  2. Online Recherche, Suchmaschinen
  3. Soziale Netzwerke
  4. Online-Banking
  5. Firmeninformationen suchen/abrufen

Alle Ergebnisse im Detail sind hier zu finden.

Durchführungszeitraum der Umfrage: 2000 bis 2014, persönliche Befragung von rund 8.000 Personen

Bildnachweis: Anchiy / Shutterstock; Stuart Jenner / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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