Mobile Fachkräfte: Jeder Zweite denkt an Jobwechsel

von in Arbeitsmarkt, HR, Jobsuche am Montag, 23. September 2013 um 11:10

Wie zufrieden sind Fach- und Führungskräfte in ihren Jobs? Glaubt man einer aktuellen Studie, weniger als erwartet: Jeder Dritte findet laut deren Ergebnissen die eigene berufliche Situation als verbesserungswürdig, mehr als 15 Prozent sind sogar unzufrieden oder sehr unzufrieden. Knapp die Hälfte spielt in den kommenden beiden Jahren damit, sich eine neue Stelle zu suchen.

Weitere Artikel zum Thema

407 Fach- und Führungskräfte befragte die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft für ihre aktuelle Studie. Und das Ergebnis sollte Personalabteilungen aufhorchen lassen. Denn 48,8 Prozent der Befragten kann sich eigenen Angaben zufolge vorstellen, sich in den nächsten beiden Jahren einen neuen Job zu suchen. Mehr als ein Viertel (27,6 Prozent) kann sich „vielleicht“ einen Wechsel vorstellen.

Geld, Gestaltungsmöglichkeiten, anderer Chef

Die Gegenfrage: Was würden sich die Befragten für ihren derzeitigen Job wünschen? Führend – wie so oft – der Faktor Geld, der für jeden Fünften eine wesentliche Rolle spielt. Ebenso hoch im Kurs ist mehr Gestaltungsspielraum (15,6 Prozent). Interessant auch: Der drittwichtigste Grund für einen angestrebten Wechsel wäre „ein kompetenterer Vorgesetzter“ (14,6 Prozent). Mehr Urlaub bzw. weniger Geld, dafür mehr Freizeit wird von der Mehrheit der Befragten abgelehnt.

Tourismus wirkt attraktiv

Die Studie befasst sich jedoch auch damit, wie sehr Fach- und Führungskräfte auf ihre derzeitige Branche fokussiert sind – nämlich relativ wenig! Sechs von zehn finden auch andere Berufsfelder attraktiv oder würden einem beruflichen Richtungswechsel positiv gegenüberstehen. Besonders attraktiv gelten bei den Befragten folgende Sparten:

  • Tourismus-/Freizeit
  • Sport
  • Consulting
  • Coaching/Training

Ja zur Expertenkarriere – wenn das Geld stimmt!

Interessant auch der Faktor Führung: Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer – überraschend viele – sagen, dass für sie auch ein Karriereweg ohne Führungsaufgaben interessant wäre und sie sich auch eine berufliche Entwicklung als Experte für ein gewisses Fachgebiet vorstellen kann. Das große Aber: Diese Jobs müssen finanziell mit angebotenen Führungspositionen gleichgestellt sein. Trotzdem sind Chefposten immer noch attraktiv: Mehr als 60 Prozent finden es wichtig, einen solchen innezuhaben.

Bildnachweis: Viorel Sima / Quelle Shutterstock

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren