Nach dem Essen kommt die Müdigkeit – 10 Tipps, wie man hellwach bleibt

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 25. November 2010 um 12:05

Gäääähn… ihr kennt das. Wenn nicht schon nach dem Mittagessen der erste große Müdigkeitseinbruch kommt, schlägt er spätestens ab 15 Uhr, 16 Uhr zu. Erbarmungsloser Leistungseinbruch. Und selbst Routinearbeiten werden plötzlich zur Qual. Daran, neue Projekte zu beginnen, wagt man nicht einmal zu denken. Weil man weiß: Die Fehlerquote steigt direkt proportional mit der Schlappheit. Also … once more: Schlurfenden Schritts zur Kaffeemaschine. Warum dies aber nur bedingt wirkt und worauf man wirklich achten sollte, lest ihr hier: Zehn Tipps, wie man den ganzen Tag über wach bleibt.

Warum man untertags müde ist und auch wird, lässt sich schon durch den Einsatz des guten, alten Hausverstandes erklären: Spät ins Bett, Schweinsbraten zu Mittag, keine Bewegung, zuwenig Flüssigkeit. Trotzdem tappen die meisten von uns tagtäglich wieder in dieselbe Falle. Und kämpfen mit ihrem täglichen Energie-Einbruch. Warum ihr bereits am Vorabend beginnen solltet, euren Nachmittags-Knick zu bekämpfen und warum Kaffee in rauen Mengen auch nichts bringt:

  1. Ausreichend Schlaf: Klingt banal, logisch. Trotzdem das A und O. Wer wenig schläft, ist länger wach und am nächsten Tag müde. Auch wenn es Nachteulen schwer fällt: Wer sieben Stunden Schlaf haben will (bei dieser Dosis ist man angeblich am leistungsfähigsten), muss sich eben am Vortag rechtzeitig ins Bett quälen.
  2. Rhythmus: Jeden Tag ungefähr um dieselbe Zeit aufstehen! Gerade das lange Ausschlafen an Wochenenden bringt den gewohnten Rhythmus wieder außer Takt. Und man beginnt den Montag gleich wieder mit schweren Lidern…
  3. Richtiges Frühstück: Schon von Mama gepredigt, ist es tatsächlich Grundlage für den guten Start in einen aktiven Tag. Getreide, Obst, eiweissreiche Produkte und viel Flüssigkeit  sollten bei der ersten Mahlzeit des Tages auf den Tisch kommen. Das hat entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Leistungskurve des ganzen Tags. Und es hält Heißhungerattacken in Zaum. Wer es nicht glaubt – ausprobieren.
  4. Durchatmen: Gerade im Winter wird in den meisten Büros auf regelmäßiges Lüften vergessen. Also: Auch wenn kälteempfindliche Kollegen meckern – immer wieder einmal das Fenster aufmachen und die „Luftwatsche“ im positiven Sinn kennenlernen.
  5. Trinken, trinken, trinken: Bereits ab Arbeitsbeginn ausreichend Flüssigkeit – nicht nur Kaffee – trinken. Experten betonen, dass hinter dem vermeintlichen Hungergefühl eigentlich Durst steckt, da die Rezeptoren dafür im Körper nahe beieinander liegen. Faustregel: Rund eineinhalb Liter pro Arbeitstag trinken. Wer zu faul ist oder keine Zeit hat, sich sein Glas ständig nachzufüllen – eine Mineralwasserflasche hat zufällig 1,5 Liter Inhalt…
  6. Mittagessen: Zu Mittag möglichst auf einfache Kohlenhydrate (Nudeln, Weißbrot) verzichten. Diese regen die Produktion des Hormons Serotonin an, welches beruhigend auf den Körper wirkt. Auch schwere Speisen wie Schweinsbraten, Speckknödel oder Schnitzel mit Pommes sind Garant für den After-Lunch-Breakdown. Sie sorgen dafür, dass das Blut, das man eigentlich im Kopf bräuchte, im Magen-Darm-Bereich benötigt wird.
  7. Bewegung: Lässt die Mittagspause einen kurzen Spaziergang nach dem Essen zu – nutzt die Chanche. Dies versorgt den Körper einerseits mit Sauerstoff, regt den Kreislauf an und erhöht somit die Leistungsfähigkeit. Ansonsten: Seid froh über kurze Gelegenheiten, zum Drucker, auf die Toilette oder ins Nachbarbüro zu gehen – es hilft euch beim Wachbleiben.
  8. Kurzes Schläfchen: Auch bei etablierten Firmen immer beliebter – der so genannte Power-Nap. Rund 15 Minuten in einem gemütlichen Sessel oder Liegestuhl wirken Wunder. Mehr nicht – tieferer Schlaf würde den Kreislauf wieder zu sehr absenken.
  9. Fitmacher-Snacks: Goji-Beeren, Birnen und Nüsse sind die absoluten Top-Snacks, wenn es um Zwischendurch-Energielieferanten geht. Schokolade am besten gleich nach dem Mittagessen naschen, wen es noch nicht aus Hunger sondern aus Gusto geschieht.
  10. Kaffee: Ohne das „Schwarze Gold“ geht in den meisten Büros überhaupt nichts. Der Klassiker schlechthin. Ernährungsexperten raten jedoch, es mit dem Bohnensaft nicht zu übertreiben. Denn: Eine Tasse macht bei Müdigkeit wirklich munter, weil das Koffein den Adrenalinausstoß im Körper fördert. Wer aber gleich mit der nächsten Tasse nachlegt, macht den Körper eher müde, da der Adrenalinspeicher voererst einmal leer ist. Weil er aber aufgefordert wird, dieses akut nachzuproduzieren, erschöpft ihn das zusätzlich.

Foto: Goran Bogicevic / Shutterstock

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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