Erster Job? Zu diesen Unternehmen wollen Österreichs Absolventen

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt, Jobsuche am Mittwoch, 3. Oktober 2012 um 11:02

Das Studium in den letzten Zügen oder gerade abgeschlossen, machen sich Österreichs Absolventen nur wenig Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Zumindest weniger, als Jungakademiker in anderen Ländern. Dies geht jedenfalls aus Europas größter Absolventenbefragung, dem aktuellen trendence Graduate Barometer, hervor. Weiters zeigt die Wahl der attraktivsten Arbeitgeber, was für die Absolventen wirklich zählt, und wie gering die Rolle von Status und Prestige ist.

Komm‘ schnell, guter Job

Erfreulich optimistisch sind sie, die österreichischen Business- und IT- Absolventen. Nur 27 Prozent der IT- und Engineering und nur 38 Prozent der Business-Absolventen machen sich laut trendence Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Ob 27 bzw. 38 Prozent in diesem Zusammenhang wenig sind, darüber lässt streiten. Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt sind 27 bzw. 38 Prozent jedenfalls wenig, nämlich in etwa halb so viele wie in anderen Ländern. Die Absolventen erwarten zudem in kürzerer Zeit und mit weniger Bewerbungen eine Stelle zu finden. Auch beim Gehalt gibt es große Unterschiede: Wirtschaftswissenschaftler rechnen laut der Umfrage mit einem Einstiegsgehalt von fast 35.000 Euro, der europäische Durchschnitt liegt bei 21.500 Euro.

Karrierechancen und Weiterentwicklung zählen

Abgefragt auf die Bereiche, die ihnen wichtig sind, heben sich die 7800 in Österreich befragten Absolventen ebenfalls ab: Sie legen im europäischen Vergleich (befragt wurden 340.000 Absolventen aus 24 Ländern) besonders wenig Wert auf Status und Prestige bei ihrem künftigen Arbeitgeber. Wichtig bis sehr wichtig sind ihnen hingegen gute Karrierechancen, persönliche Weiterentwicklung im Unternehmen sowie attraktive Arbeitsaufgaben.

Österreicher wollen zu Red Bull und IBM

Red Bull (Business) und IBM (IT und Engineering) gingen bei der heurigen Absolventenbefragung als beliebteste Arbeitgeber hervor. Red Bull liegt damit zum zweiten Mal in Folge auf Platz eins, IBM hat die voestalpine von der Spitzenposition verdrängt. „Auf dem österreichischen Markt hat Red Bull eine Sonderstellung“, wie Jörn Klick vom trendence Institut erklärt. „Die Marke steht bei den Absolventen unter anderem für attraktive Produkte, spannende Arbeitsaufgaben und eine ausgeglichene Work-Life-Balance.“

Bildnachweis: Lichtsucht / Quelle Photocase

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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