Kleine Entspannung – Große Wirkung!

von in Arbeitsleben am Dienstag, 30. November 2010 um 11:20

Die Vorweihnachtszeit ist prädestiniert, eine stressige Zeit zu werden. In vielen Unternehmen rückt der Jahresabschluss näher und das bedeutet für viele Mitarbeiter zusätzliche Belastung und Stress. Für Zeiten erhöhter Belastung ist es wichtig, Reserven im eigenen Energiepotenzial zu schaffen. Diese Reserven lassen sich vor allem am Wochenende auffüllen – sofern man die Möglichkeit hat, diese Zeit zur Entspannung zu nutzen. Wie das geht, erklärt Mentaltrainer Gerhard Böhm in einem Gastartikel.

Damit die Reserven bis zur nächsten Entspannungsperiode reichen, sollte der tägliche Stress und das tagsüber Erlebte zumindest abends verarbeitet werden. Wieviel Schlaf man braucht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Von Bedeutung ist jedenfalls, den Schlaf möglichst effizient zur Erholung und Regeneration zu nutzen. Die Ereignisse des Tages im Schlaf noch einmal zu wälzen, schadet der nötigen Entspannung.

30 Minuten Entspannung

Nur 30 Minuten Entspannung vor dem Einschlafen können hier Wunder wirken. Der erste Schritt ist es, den Tag in Gedanken nochmals zu erleben. Folgende Fragen leiten an:

  • Was habe ich heute alles erlebt?
  • Was habe ich heute erledigt, welche meiner Ziele habe ich erreicht?
  • Mit welchen Menschen habe ich heute zu tun gehabt?
  • Was habe ich heute gut gemacht, welche Erfolge habe ich gehabt?

Die Erfolge und erreichten Ziele können notiert werden und erschaffen so Tag für Tag die persönliche Erfolgsgeschichte, in welcher man blättern und schmökern kann, wenn es einmal nicht so toll läuft.

Schließlich stellt man sich noch folgende Frage:

  • Welche Situationen sind nicht nach meinem Geschmack gelaufen?

Momente und Erlebnisse, die im Ergebnis nicht der eigenen Vorstellung entsprechend passiert sind, haben das Potenzial im Schlaf noch einmal zu erscheinen und so die nötige Entspannung zu verhindern. Die Lösung liegt einerseits im wiederholten Erleben der Situation. Dadurch bekommt man die Möglichkeit, das Erlebte aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Andererseits ist es für zukünftige Situationen dieser Art wichtig, in Gedanken ein Bild des persönlich optimalen Ausgangs zu erschaffen. Intuitiv handelt man in einer ähnlichen Situation in der Zukunft entsprechend dem inneren Bild für solche Situationen. Hat man dieses Erlebnis bereits einmal reflektiert und den für sich selbst optimalen Ausgang geschaffen, löst man die Situation automatisch nach der eigene Vorstellung.

Im zweiten Schritt trennt man sich vor dem Einschlafen noch mental vom Tag. Das funktioniert am Besten durch Muskelentspannungsübungen zum Beispiel mittels „Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson“.

Durch die tägliche Anwendung dieser kurzen Entspannung gelingt es die Energiereserven im entspannten Schlaf aufzufüllen. Damit schafft man es bis zum nächsten Wochenende oder zum nächsten Urlaub.

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren