Employer Branding und Talent Management erreichen CEO-Ebene

von in HR am Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 10:04

Welche Rolle spielen welche HR-Themen bei Österreichs Top-Managern? Wie unterscheidet sich deren Einschätzung von Kollegen in anderen CEE-Ländern? Welche Fähigkeiten halten CEOs für wesentlich, um Unternehmen durch die derzeitige wirtschaftliche Lage zu manövrieren? Und welche Märkte stehen derzeit am stärksten im Fokus? Fragen, auf die das aktuelle P&P Strategiebarometer der Personal- und Managementpartner Dr. Pendl & Dr. Piswanger (611 Studienteilnehmer) eingeht.

Führung vorne, Diversity Management abgeschlagen

Führungskompetenz weiterenwickeln – mit 17 Prozent Zustimmung jene Herausforderung, die von den befragten österreichischen Top-Mangern als wesentlichste Aufgabe ihrer HR-Abteilungen gesehen wird. Fast gleichauf (16 Prozent) liegt die unternehmensinterne Förderung von unternehmerischem Denken („Entrepreneurship„) sowie die Personal-/Team- und Organisationsentwicklung (14 Prozent). Den Themenblöcken Talent Management und Employer Branding (jeweils 8 Prozent) werden – verglichen mit dem Vorjahr – auch in der ersten Managementebene steigende Bedeutung zugemessen. Ein Trend, der sich mit andern CEE-Staaten deckt.

Abgeschlagen – wie schon 2011 – die Themen Gesundheitsmanagement (3 Prozent) und der von vielen HR-Managern als immer wesentlicher eingestufte Bereich Gender-/Diversity Management (1 Prozent).

Weitblick nach wie vor gefragt

Spannend auch die Auswertung, welche Eigenschaften heimische CEOs zur Unternehmensführung für wesentlich erachten – vor allem im Vergleich mit Osteuropa.  Wie schon im Vorjahr stehen in Österreich ganz vorne: Strategisches Denken (21 Prozent), Entscheidungsstärke (12 Prozent) und Soziale Kompetenz (11 Prozent). In den östlichen Ländern Europas stehen hingegen eher Werte wie Ergebnisorientierung (10 Prozent), Kommunikationsfähigkeit, Change Champion und Integrität (je 7 Prozent) relativ weit vorne, so das P&P Strategiebarometer.

Nachbarländer im Visier

Welche Märkte erachten die befragten Top-Entscheider derzeit als besonders wichtig? Zwei von drei geben an, ihre Aktivität in Österreich zu verstärken oder neue Investitionen anzugehen.  Ein knappes Viertel (23 Prozent) will in anderen Ländern investieren. Besonders wichtig sind laut Studie für österreichische Unternehmen die Märkte Russland und Asien.

Stark im Fokus stehen nach wie vor die Nachbarländer Österreichs: Jedes zweite Unternehmen ist in der Slowakei, Tschechin und Ungarn aktiv, ein knappes Drittel der Befragten plant einen Ausbau der Aktivitäten oder neue Investitionen. 25 Prozent der CEOs gaben an, in Kroatien, Rumänien und Slowenien aktiver zu werden.

Bildnachweis: Colourbox, Grafiken: P&P Strategiebarometer 2012

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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