Sind Sie wirklich immer ehrlich? Auf diese Frage mit JA zu antworten, wäre wohl eine Lüge. Denn psychologische Tests haben bewiesen, dass Menschen in etwa zweihundert Mal am Tag lügen. Dabei nehmen Sie wahrscheinlich noch nicht einmal jede kleine Schwindelei wirklich wahr. Unser Unterbewusstsein filtert diese so schnell aus, dass wir kaum merken, überhaupt die Unwahrheit gesagt zu haben. Gerade im Gespräch mit Kollegen kommt es oft zu kleinen Schwindeleien. Aber sind wir überhaupt noch in der Lage einen ganzen Tag wirklich ehrlich zu sein?
In der Psychologie geht man davon aus, dass Lügen lebensnotwendig sind! Zum einen erleichtern Sie unseren Tagesablauf sowie das Miteinander mit anderen Menschen. Also auch mit den Kollegen. Schon vor einigen Jahren stellte Universitätsprofessor Jochen Mecke die bis heute bekannten These auf: Der Mensch lügt etwa zweihundert Mal am Tag! Am häufigsten belügt der Mensch sich selbst. Diese so genannten Selbstlügen werden mit der Zeit in die eigene Persönlichkeit integriert, sodass es mit der Zeit für die Person immer schwieriger wird, Lüge und Wahrheit auseinanderzuhalten.
Lügen, aber nicht ohne Grund
Die häufigsten Lügen dienen also dem Selbstschutz (41 Prozent), beispielsweise um sich Ärger mit den Kollegen oder dem Chef zu ersparen. Weitere 14 Prozent lügen, um einer Konfliktsituation zu umgehen. Knapp ein Zehntel (8,5 Prozent) lügt, um geliebte Menschen nicht zu verletzen und sechs Prozent lügen einfach nur, um sich gegenüber anderen besser darzustellen. Es zeigt sich also: Lügen dienen uns nicht nur der Wahrheitsverschleierung, sie helfen uns, den Alltag zu bewältigen! Das Lügen wird also immer mehr zur einfachen Methode, um Konflikten und auftretenden Problemen einen positiven Ausgang zu geben. An sich also nichts Negatives.
Problematisch wird es erst, wenn Lügen gezielt eingesetzt werden, um andere zu täuschen und sie somit in eine unvorteilhafte Position zu bringen oder sie in die Irre zu führen. Es gibt also einen wesentlichen Unterschied zwischen kleinen Notlügen im Alltag und bewussten Täuschungen um Personen zu schaden. Die mentiologische Forschung hat sich darauf spezialisiert Lügen in folgende Kategorien zu unterscheiden:
- Die Selbstlüge
Wir alle kennen Sie und trotzdem ist Sie die Häufigste immer wieder auftretende Form der Lüge. Vor allem unliebsame Wahrheiten werden damit verdrängt. Neujahrs-Vorsätze sind die Klassiker unter den Selbstlügen. “Ab morgen achte ich auf meine Ernährung!”, “Das ist wirklich die letzte Zigarette” sind Sätze, die schon beim Aussprechen unterbewusst als Lüge enttarnt sind und dennoch eine Art Kontroll-Illusion sind, die uns das Gefühl geben unser Leben im Griff zu haben. - Die Notlüge aus Freundschaft
Die Kollegin hat eine neue Frisur, die ihr aber gar nicht steht. Dennoch wird sie das niemals aus Ihrem Mund hören, sondern eher Floskeln wie “Wow, diese Frisur unterstreicht deinen Typ so gut”. Diese kleinen Alltagslügen entspringen aus dem Wunsch heraus, Mitmenschen nicht zu verletzen oder bloßzustellen. - Die Geltungslüge
Gerade im Internet kommt es oft zu dieser Art von Lüge. Wir liefern falsche oder übertriebene Informationen um andere damit zu beeindrucken und uns damit, eine bessere Position gegenüber anderen zu verschaffen. - Die Angstlüge
Die wohl ineffizienteste Art der Lüge. Sind wir mit einem Problem konfrontiert, das erheblichen Schaden an unserer Person anrichten kann, versucht man dies meist zu lösen, indem man die Wahrheit verdreht. Angstlügen lassen sich allerdings leicht überprüfen, sodass sie kaum einen Schutzfaktor bieten. - Die skrupellose Lüge
Der Sesselsäger und das Kollegenschwein verwenden sie tagtäglich. Diese Form der Lüge wird gezielt eingesetzt um andere zu täuschen, zu benachteiligen oder in die Irre zu führen. Und das nur um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Gerade wenn es um die eigene Karriere geht, bleibt die Integrität unter Kollegen schon mal auf der Strecke.
Machen Sie den Selbsttest!
Der Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit scheint ganz klar und wird uns von Kindheit an eingetrichtert: Lügen ist schlecht und die Wahrheit ist gut! Aber ist es wirklich gut, der Kollegin zu sagen, dass ihr die neue Frisur gar nicht steht? Wem bringt das einen Vorteil, wenn man andere Personen beleidigt oder gar bloßstellt, nur um ja nicht zu lügen. Würden wir jeden Tag nur die reine Wahrheit sagen, wäre ein soziales Miteinander gar nicht mehr möglich. Daher sollten Sie immer nur dann lügen, wenn Sie der Meinung sind, dass es ethisch vertretbar ist und niemanden schadet!
Wie wäre es mit einem kleinen Selbsttest? Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, in der Sie bewusst versuchen, nur die Wahrheit zu sagen, egal welche Frage Ihnen gestellt wird. Wenn Sie lügen müssen, machen Sie einen Strich in einer Liste. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns an Ihrem Ergebnis teilhaben lassen. Aber eins gilt: bitte nicht schwindeln ;-).
Bildnachweis: www.colourbox.com
Sag die Wahrheit immer und dein Leben wird besser! Wenn du die Wahrheit nicht sagen kannst dann kannst du schweigen. Ja in einer Demokratie kanst du auch schweigen. Ich habe auch in einer Diktatur gelebt und dort konnte ich nicht immer schweigen. Die Wahrheit zu sagen macht dich gesund und dein Leben wird gut!
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all diese “lügen” sind nur ausdruck der eigenen würdigung und werschätzung oder eben der abwesenheit davon.
wenn mir etwas nicht gefällt (z.b. die frisur von jamanden), ist das meine sicht, meine meinung, meine wahl von ästethik, sonst nichts. jemanden anderen kann das was mir nicht gefällt, gefallen. wenn jemanden wirklich meine sicht interessiert sage ich die wahrheit – weil nur das fühlt sich auch wahr an und schafft vertrauen. wir spüren, wenn jemand lügt, weil dann kene herzverbindung möglich ist und meist auch kein augenkontakt, weil durch die sehen wir in die anderen oder eben wir sehen nur bis zu ihren toren oder mauern. und wenn diese tür gar nicht offen ist, also der / die andere gar keinen austausch möchte, aufgrund innerer ängste davor, dann schweigt mein herz und auch mein mund. doch mein körper ist schneller, authentischer im ausdruck, meine minik, meine schwingung, meine körper drückt meist diesen innere sicht oder meinung aus. körpersprache eben. die ist vor dem mentalen
prozessen wirksam. wir können uns durch die sichtweisen und wesenheiten der anderen erweitern und in die einheit integrieren. dafür brauchen wir keine urteile und lügen mit anderen austauschen. wir brauchen achtsamkeit für die eigenen und anderen in unseren grenzen und in unserem kontaktbedürfnis.
beides wurde in der vergangenheit einpolig herausgetell. beides ist menschliches bedürfnis und oft sind wir gar nicht so offen, wie wir glauben sein zu müssen oder umgekehrt. also fragt euch – wenn ihr lügt oder die sicht aus eurem herzen verdrängt: will ich und der / die andere die wahrheit wahrnehmen?
und folgt euren herzen – zur richtigen zeit, am richtigen ort, in der richtigen wahrnehmung folgt die richtige handlung.manchmal ist es schweigen, manchmal ist es sprechen. wellenreiten. der platz der 9 im medizinrad.
namaste vibana
Ist es möglich, bei den Artikeln auf die korrekte Gross- und Kleinschreibung von ‘sie’ zu achten – manchmal sogar unfreiwillig komisch wie in
“Der Sesselsäger und das Kollegenschwein verwenden Sie tagtäglich”
[...] zugeflogen! So toll ist die virtuelle Freundschaft. Was aber, wenn einer dieser Freunde gar kein wirklicher Freund ist? Welche Informationen vertrauen Sie Ihren Facebook-Freunden wirklich [...]