Das kommt gar nicht gut: E-Mails im Meeting bearbeiten

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 4. Februar 2015 um 11:56

Besonders langweilige Meetings verführen dazu, etwas Sinnvolles erledigen zu wollen. Das Abarbeiten von E-Mails beispielsweise. Das kommt laut aktueller Studie bei HR-Managern und Führungskräften aber gar nicht gut an. 32 Prozent wünschen sich, dass Meetings von Laptops und Smartphones befreit werden.

Meeting trifft E-Mail

Immer erreichbar – immer bereit. Dank mobiler Endgeräte ist es überall möglich, E-Mails zu beantworten oder Recherchearbeiten online zu erledigen. Was liegt also näher, als Leerlaufphasen in Meetings für nützliche Arbeiten per Tablet oder Smartphone zu erledigen? Das Bearbeiten von E-Mails in Meetings empfinden viele allerdings als ziemlich respektlos. Laut aktueller Arbeitsmarktstudie von Robert Half geben zwei Drittel der befragten HR-Manager in Österreich an, dass Kollegen Besprechungen für die Beantwortung von E-Mails nutzen. Akzeptabel finden das nur elf Prozent.

Handy aus im Konferenzraum

Smartphones und Tablets bitte aus Konferenzräumen verbannen! Das wünschen sich 32 Prozent der befragten Personalisten. Für die Hälfte der HR-Manager ist das Beantworten von elektronischer Post akzeptabel, wenn es sich um wichtige Anfragen handelt. 8 Prozent finden es angemessen, dass man zum Bearbeiten einer E-Mail den Raum verlässt. „Smartphones ermöglichen es dem Nutzer, immer online und erreichbar zu sein. Jeder Kollege sollte sich aber Gedanken darüber machen, welchen Eindruck die Bearbeitung von E-Mails während Meetings bei Vorgesetzten und Kollegen hinterlässt“, sagt Robert Szvetecz, Country Manager bei Robert Half.

e-mails meetings

Knigge für den Umgang mit Smartphone & Tablet

  • Multitasking vermeiden
    Es ist nicht nur unhöflich, sondern stört auch die Aufmerksamkeit: Gleichzeitig ein Gespräch zu führen und im Internet oder E-Mails zu schreiben – das kommt beim Gegenüber gar nicht gut an.
  • Konzentration auf das Wesentliche
    Für das Checken der Inboxs und die Beantwortung wichtiger E-Mails sind Meetingpausen da. Erwartet man einen wichtigen Anruf oder eine Nachricht, kann man das vor Beginn der Besprechung kurz ankündigen. Für die Beantwortung dann am besten den Raum verlassen.
  • E-Mail oder Telefon?
    Manches ist telefonisch schneller und direkter erledigt. Bevor man mühsam eine E-Mail tippt: Auf die Meetingpause warten und zum Telefon greifen.
  • Guidelines schaffen
    Um für alle Mitarbeiter (das gilt auch für Chefs!) gleiche Voraussetzungen zu schaffen: Den Umgang mit mobilen Endgeräten während Meetings kann auch ein Meetingcodex regeln.

Bildnachweis: baranq / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren