Die wichtigsten Werkzeuge fürs persönliche Reputation Management

von in Bewerbung, Jobsuche, Social am Freitag, 13. August 2010 um 14:19

Die Kontrolle der individuellen Datenspur, des persönlichen digitalen Fußabdrucks, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die über eine Person im Internet zu findenden Informationen beeinflussen immer stärker unser Leben. Datenschutz und Privatsphäre im Internet sind ein heiß diskutiertes Thema. Vor allem bei der Jobsuche und bei der Karriereplanung spielt das Internet eine große Rolle. Kaum noch ein HR-Manager oder Geschäftsführer, der vor einem Vorstellungsgespräch nicht den Namen des Bewerbers in die Google-Suchzeile eingibt und Informationen abfragt, kaum noch jemand, der sich vor oder nach einem Meeting nicht im Internet über seinen Meeting-Partner informiert oder sich mit ihm vernetzt.

Ich habe hier ein paar wichtige Tools zusammengefasst, mit der sich die persönliche Datenspur sehr effizient und einfach kontrollieren lässt. Damit läuft die Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch perfekt – Überraschungen während des Interviews sind (fast) ausgeschlossen.

Anmerkung: Mit Xing habe ich auch das derzeit relevanteste Social Network im Business Bereich dazu genommen. Xing ist, richtig benutzt, ist ein effizientes Werkzeug, um seine „digitale Visitenkarte“ ins Netz zu stellen. Im Gegensatz zu allen anderen hier angeführten Werkzeugen ist Xing allerdings kostenpflichtig.

Größte und beste Personensuchmaschine: 123people123people
123people ist die reichweitenstärkste Personensuchmaschine weltweit. Das Service ist kostenlos und sehr einfach zu bedienen. Einen Namen ins Suchfeld eingeben und Eingabetaste drücken – weniges Sekunden später sieht man die ersten Treffer bereits auf der Ergebnisseite. 123people durchsucht dabei in Echtzeit das öffentliche Internet nach personenbezogenen Informationen. Darunter fallen E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Web-Adressen, Social Media Profile, Blogs, Videos, Fotos und noch vieles mehr.

Personensuchmaschine Yasni

Yasni
Im Prinzip ist Yasni 123people sehr ähnlich – und auch wieder nicht. Auch Yasni sucht in Echtzeit das Web nach namensbezogenen Informationen ab, genau wie 123people. Yasni ermöglicht es aber zusätzlich, Profile anzulegen und Informationen diesen Profilen zuzuordnen. Ich persönlich verwende dafür allerdings Plattformen, die mir mehr Optionen und Möglichkeiten zur Selbstdarstellung geben – etwa Xing oder MyOnID. Für die reine Suche verwende ich 123people, weil es das schönere Design hat, die Suchergebnisse übersichtlicher dargestellt werden und die Daten umfangreich sind.

Alt, aber für viele Aufgaben noch immer gut: Google

Google
Der Klassiker. Google hat im deutschsprachigen Raum einen Marktanteil von rund 90 Prozent und damit eine Dominanz, die seinesgleichen sucht. Um so spannender ist es, dass es immer noch so viele Menschen gibt, welche die Funktionsfülle, die Google mittlerweile bietet, nicht ausschöpfen. Ein absolutes MUSS für alle Online Reputation Manager: Google Alerts, die per E-Mail über Suchergebniss zu festgelegten Stichwörtern (natürlich auch Namen) in Google News und der Google Blogsuche und auch in der Google Websuche informieren. Google Alerts sind kinderleicht einzurichten: mit der Google News- oder Blogsuche suchen, dann ganz nach unten scrollen und auf den Link „Alerts einrichten“ klicken.

Business Social Network: XingXing

Xing
Xing
hat sich im Business-Bereich zu einem wirklich hilfreichen Instrument entwickelt. Für das Reputation Management besonders interessant ist es, sein eigenes Xing-Profil in den Sicherheitseinstellungen auf „Öffentlich“ zu stellen. Mit dieser Einstellung kann es von den Robots der Suchmaschinen nämlich gefunden und indexiert werden. Dann taucht das Xing-Profil mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr hoch oben auf der Suchergebnisseite von Google & Co auf, wenn dort nach dem Namen gesucht wird. Voraussetzung ist natürlich ein umfassend und professionell ausgefülltes Profil auf Xing.

Der Meister der Kommentar-Suche: BacktypeBacktype
Backtype ist ein wunderbares Tool, welches die Kommentare (und nur die) in Blogs durchsucht. Hat man einmal erlebt, wie lange die Kommentar-Threads in einem Blog vital bleiben können bzw. wie oft sie wieder nach langen Ruhephasen zu neuem Leben erwachen, weiss man diese Funktion zu schätzen. Das Service ist in Private Beta, eine kostenlose Anmeldung funktioniert problemlos, indem man auf der Startseite auf den Link „Company“ klickt. Nicht von der Startseite abschrecken lassen: dort heißt es, dass das Service nur nach Domains sucht und deren „Social Impact“ im Internet ausweist. Stimmt nicht. Nach Anmeldung kann man jedes beliebige Suchwort eingeben und sich – und das macht´s für´s Monitoring erst richtig hilfreich – per E-Mail sofort, täglich oder wöchentlich benachrichtigen lassen.

Tweet Beep eigent sich perfekt zum Twitter-Monitoring

TweetBeep
TweetBeep ist ein Benachrichtigungssystem für den Kurznachrichtendienst Twitter. So praktisch wie einfach: Registrieren, (mehrere) Suchwörter eintragen und per E-Mail benachrichtigen lassen. TweetBeep ist also im Grunde ein Google Alert für Twitter. Das Tool ist vor allem für jene perfekt, die nicht täglich und andauernd im Zwitscher-Strom hängen, dennoch aber über die diskutierten Themen informiert bleiben wollen.

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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