Die neuen Dickmacher – 5 Tipps für gesunde Bürosnacks

von in Arbeitsleben am Freitag, 5. August 2011 um 10:18

Pommes machen dick und Joghurt schlank. Über 20 Jahre analysierten Forscher der Harvard Medical School Boston das Essverhalten von 120.000 US-Bürgern. Die Ergebnisse dieser Studie geben nun Aufschluss über „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel. Außerdem fand man heraus, dass der Verzehr von„guten“ Lebensmitteln beim Abnehmen hilft. Warum Magermilch in die Kategorie der „schlechten“ Lebensmittel eingestuft wurde und wie Sie es schaffen, mit 5 einfachen Tipps auch im stressigen Büroalltag etwas für Ihre Figur zu tun lesen Sie heute.

Eine pampige Antwort des Chefs. Nervige Kollegen oder eine Aufgabe, die uns einfach nicht gelingen will. Schon ist die Laune im Keller. Da schlechte Laune leider kein triftiger Grund ist, sich den Tag frei zu nehmen, greifen wir instinktiv zu Süßigkeiten, um unsere Laune wieder aufzubessern. Britische Forscher wollen herausgefunden haben, dass sich speziell fettreiche Speisen positiv auf unsere Laune auswirken. Das Fett aktiviert im Darm Nervenbahnen, die im Gehirn die Bereiche für Freude und Glücksempfinden stimulieren. Mag sein, dass wir uns für den Moment glücklich fühlen, aber die langfristigen Auswirkungen von Frust-Fressattacken sind wohl nicht zu unterschätzen.

Unsere Figur-Lieblinge

Die tatsächlichen Auswirkungen von Lebensmitteln auf unsere Figur zeigt uns eine der größten Ernährungsstudien aller Zeiten. Die Forscher haben dafür 120.000 Personen 20 Jahre lang begleitet, sie alle 4 Jahre gewogen und nach ihren Essgewohnheiten gefragt. In der Liste der gesunden „Schlüssel-Lebensmittel“ der Studie finden sich einige „alte Bekannte“. Probanden, die täglich ein Joghurt aßen, nahmen innerhalb von 4 Jahren im Schnitt 372 Gramm ab. Klingt nach einem mageren Ergebnis. Sieht man sich allerdings die Ergebnisse auf 20 Jahre an, so kommt man auf die stattliche Summe von 2 Kilo, die allein durch den Verzehr von Joghurt abgenommen wurden.

Mit den folgenden 5 Tipps können Sie auch im Büro von den Ergebnissen der Studie profitieren:

  1. Wasser statt Limonade
    Greifen Sie bei Durst doch auf Leitungswasser zurück. Limonaden enthalten Unmengen an Zucker. Wenn Sie häufig süße Limonaden konsumieren, könnten Sie sich ebenso gut ein großes Fast Food Menü gönnen. Von der Kalorienanzahl unterscheiden sich die beiden Lebensmittel kaum.
  2. Obst als Kaffeersatz
    Obst ist ein perfekter Durstlöscher und macht ganz nebenbei auch noch fit. Sie bringen den Stoffwechsel in Schwung und sorgen ganz nebenbei dafür, dass Sie wieder munter werden.
  3. Greifen Sie öfter mal zu Nüssen
    Die US-Forscher gliederten auch Nüsse in die Kategorie der „guten“ Lebensmittel. „Nüsse enthalten sehr hochwertige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und vor allem viel Eiweiß, das den Stoffwechsel anregt und nur zu 80 Prozent verwertet wird. Die Ballaststoffe erhöhen das Sättigungsgefühl. Zudem muss man Nüsse gut kauen, was dem Körper die Zeit gibt, rechtzeitig Sättigungshormone zu empfangen.“ erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm im Interview.
  4. Essen Sie regelmäßig Joghurt
    Joghurt ist ein dankbarer Bürosnack. Kombinieren Sie dieses doch mit einem Nussmüsli, dann schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.
  5. Vollkorn macht länger satt
    Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe, die Ihnen dabei helfen sich länger satt zu fühlen. Nebenbei profitieren Sie auch noch von den zusätzlichen Nährstoffen, die in Vollkornprodukten enthalten sind.

Die neuen Dickmacher

Wer sind eigentlich die Figur-Übeltäter? Wie nicht anders zu erwarten finden sich hier die Süßigkeiten wieder – allerdings erst am Ende der Liste. Die schlimmsten Dickmacher sind: Pommes frites. So ergab die Studie, dass jene Probanden, die ihren Pommes-Konsum innerhalb des Testzeitraums steigerten, bis zu 1,5 Kilo an Gewicht zunahmen. Auch Limonaden, rotes Fleisch (in Amerika gehört Burger-Fleisch ebenfalls in diese Kategorie), Wurst und Salzkartoffeln sind Dickmacher. Süßigkeiten und Desserts bilden neben Weißbrot, Saft, Butter, Magermilch und Käse das untere Drittel der Liste.

Light-Produkte sind nur in geringen Mengen „light“

Warum befindet sich aber die Magermilch auf der Liste der schlechten Lebensmittel? „Die Vermutung liegt nahe, dass es sich hier wie mit anderen Light-Produkten verhält. Wer gern und viel isst, wählt Light-Produkte, um sein Gewissen zu beruhigen. Ist ja immerhin light, also kann man mehr davon essen, beziehungsweise dank der eingesparten Kalorien zusätzlich das geliebte Stück Schokolade naschen“, berichtet von Cramm. Ein Irrtum, wie die Studie beweist: Auf Dauer nehmen die Magermilchtrinker an Gewicht zu.

Heißt? Das Verhältnis bestimmt das Ergebnis. Kann man der Studie glauben, nimmt man allein durch den Konsum von „guten“ Lebensmitteln ab. Da uns diese allein aber nicht glücklich machen, dürfen wir auch auf weniger gesunde Lebensmittel in Maßen zurückgreifen. Wichtiger ist ein gesunder Lebensstil. Ihr Körper wird es Ihnen in 20 Jahren danken.

Redaktion

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