Top-Zusatzleistungen: Mit diesen Benefits punkten Arbeitgeber

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 18. Februar 2016 um 11:27

Möchte man wissen, was in punkto Mitarbeiterbenefits alles möglich ist, muss man nur einen Blick in die USA werfen. Während bei heimischen Arbeitnehmern meistens Dinge wie Dienstwagen, kostenloses Mittagessen oder verschiedene Zuschüsse an der Tagesordnung stehen, setzen US-Arbeitgeber auf besondere Zusatzleistungen. Wir werfen heute einen Blick auf spezielle Benefits, die so eher ungewöhnlich sind.

Die Bewertungsplattform Glassdoor hat kürzlich ein Ranking der beliebtesten Benefits bei Arbeitgebern veröffentlicht. Von dem, was US-Unternehmen ihren Mitarbeitern anbieten, kann man sich als Arbeitgeber gleich eine Scheibe abschneiden – zumindest aber inspirieren lassen.

Das sind die Top-Benefits

  1. Sogenannte „Yay Days“ dürfen Arbeitnehmer bei REI zweimal jährlich in Anspruch nehmen. Das sind extra Urlaubstage, an denen jeder machen darf, was er möchte.
  2. Das Unternehmen Salesforce stellt jedem Mitarbeiter pro Jahr sechs Tage für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung. Wer alle sechs Tage in Anspruch nimmt, darf im Namen des Arbeitgebers 1.000 USD an eine Wohltätigkeitsorganisation seiner Wahl spenden.
  3. Beim WWF ist jeder zweite Freitag ein „Panda Friday“ – das Büro sperrt zu und die Mitarbeiter haben so mehr Zeit für Familie und Freizeit.
  4. Über Airbnb kann man private Unterkünfte in aller Welt buchen. Arbeitnehmer des Buchungsportals erhalten jährlich Budget für Reisen und Aufenthalte in Airbnb-Unterkünften.
  5. Absolventen steigen in den USA mit jeder Menge Schulden aus der Studienzeit ins Berufsleben ein. PwC unterstützt seine Arbeitnehmer mit jährlich 1.200 USD für die Rückzahlung ihrer Studienkredite.
  6. Skipässe für die ganze Wintersaison und extra freie Tage für Wintersport, das gibt’s für die Mitarbeiter von Burton.
  7. Twilio schenkt allen Arbeitnehmern einen Kindle und monatlich Guthaben für den Kauf von Büchern.
  8. Drei mal täglich gratis Essen, Akkupunktur-Sessions und Impro-Theater – auf diese Benefits setzt Twitter.
  9. Accenture setzt sich für die Rechte der Queer-Community ein und unterstützt jene Arbeitnehmer, die sich für eine Geschlechtsumwandlung entscheiden.
  10. Mit Freunden oder Familie kostenlos ins Disney Land, dazu noch günstige Hotels und Merchandise – geht alles, wenn man für die Walt Disney Company arbeitet.
  11. Facebook unterstützt frisch gebackene Eltern mit einer großzügigen Summe.
  12. Evernote hat eine eigene Akademie für Weiterbildungen. Im Sinne von Teambuilding wird dann auch mal gemeinsam gebacken.
  13. Falls nötig, bezahlt Zillow reisenden Mitarbeiterinnen, die ihr Baby noch stillen, den Transport ihrer Muttermilch.
  14. Bei Google gibt es viele verschiedene Benefits, diese Zusatzleistung geht sogar über den Tod hinaus: Nach dem Ableben eines Mitarbeiters erhalten die Angehörigen die Hälfte seines Gehaltes weiterbezahlt – zehn Jahre lang.
  15. Mutterschaftsurlaub ist für uns in Österreich ganz selbstverständlich, in den USA nicht. Bezahlter Elternurlaub zählt dort zu den beliebtesten Benefits. Netflix gewährt frischgebackenen Eltern ein Jahr lang Karenzzeit bei vollen Bezügen, die Rückkehr ins Unternehmen erfolgt danach, wenn gewünscht, auf Teilzeitbasis.
  16. Die Benefits bei Spotify drehen sich ebenfalls rund um Familienplanung und Eltern werden. Sechs Monate bezahlte Karenzzeit plus ein Monat flexible Arbeitszeiten für Eltern, die wieder in den Job einsteigen. Wer Eizellen einfrieren lassen möchte oder seiner Fruchtbarkeit medizinisch auf die Sprünge helfen lässt, wird finanziell unterstützt.
  17. Bezahlter Mutterschaftsurlaub ist auch bei Pinterest ein hoch geschätztes Benefit: Vier bezahlte Monate Karenz, ein Monat Teilzeitarbeit und zwei Beratungssitzungen gibt es für die Rückkehr in den Job.
  18. Eine Woche Urlaub für alle – Adobe sperrt dafür zwei Mal jährlich das Office komplett zu.
  19. Ein Life-Coaching außerhalb der Arbeitsstelle bezahlt Asana seinen Mitarbeitern.
  20. Nach fünf Dienstjahren ermöglicht Epic Systems Corporation seinen Arbeitnehmern ein bezahltes Sabbatical im Ausmaß von vier Wochen.

Noch mehr Benefits: Das gibt’s bei Basecamp

Jason Fried, Mitgründer des Tech-Unternehmens Basecamp wird immer wieder gefragt, welche Benefits sein Unternehmen den Mitarbeitern bietet. Kurzerhand hat er eine komplette Liste veröffentlicht, wir haben uns ein paar Highlights herausgesucht:

  • Im Sommer weniger Arbeiten
    Wenn draußen die Sonne scheint ist es doch Unsinn, so viel Zeit im Büro zu verbringen, oder? Basecamp aus Chicago schraubt die wöchentliche Arbeitszeit von Mai bis August auf 32 Stunden herunter, gearbeitet wird nur an vier Tagen pro Woche. Weniger Büro, mehr Sonnenschein.
  • Entspannungsbudget
    Massagen sind etwas Feines, bei Basecamp steht jedem Arbeitnehmer dafür ein monatliches Budget in Höhe von 1.000 USD zur Verfügung.
  • Sportstipendium
    Yogakurse, Sportclub-Mitgliedschaften oder ein paar neue Laufschuhe – das kostet Geld: Das Unternehmen unterstützt sportliche Aktivitäten mit 100 USD monatlich. Der Arbeitnehmer entscheidet selbst, ob er das Geld in Kurse, Startgebühren oder neues Sport-Equipment investieren möchte.
  • Sabbatical
    Alle drei Jahre 30 Tage Urlaub – für das Team von Basecamp Realität. Sie haben im Drei-Jahres-Rhythmus Anspruch auf ein Sabbatical.
  • Weiterbildungsbudget
    Für Fortbildungen stehen jedem Basecamp-Mitarbeiter 1.000 USD jährlich zur Verfügung. Die kann er für Fortbildungsmöglichkeiten seiner Wahl ausgeben – die müssen nicht einmal zwingend mit seinem Job in Verbindung stehen.

Und welche Benefits gibt’s eigentlich bei karriere.at? Diese hier – und wir finden sie spitze!

Bildnachweis: oneinchpunch/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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